• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Verbandskonferenz: Deutschland-Tourismus auf Rekordkurs

21.11.2019

Rostock In Rostock sind am Mittwoch und an diesem Donnerstag rund 500 Touristiker zum Deutschen Tourismustag zusammengekommen. Unter dem Motto „Neues Denken“ wollen sie sich mit der Zukunft der Branche befassen. Auch wenn die Zahlen des Tourismusjahres 2019 gut sind, weiß der Präsident des Deutschen Tourismusverbands, Reinhard Meyer, dass das Geschäft kein Selbstläufer ist. Eine Einschätzung:

Wirtschaftslage

„Es läuft gut.“ Meyer geht davon aus, dass im zehnten Jahr hintereinander ein Übernachtungsrekord erreicht wird. „Wir laufen auf rund 500 Millionen Gästeübernachtungen zu.“ Allerdings kommt dieses Wachstum langsam an seine Grenzen. Meyer verweist auf die Diskussion um den sogenannten Overtourism – also zu viel Tourismus. „Es bringt nichts, nur auf die Übernachtungen zu schielen.“ Es gehe um qualitatives Wachstum. Allerdings müssten mit Blick auf den boomenden Städtetourismus mancherorts Kapazitäten geschaffen werden – mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis wie etwa in Low-Budget-Hotels. Die Städte hätten die Möglichkeiten, bei den Bauplanungen entsprechende Auflagen zur Nachhaltigkeit zu machen. Da geht es etwa um die Anbindung an den Nahverkehr und die Stadt- beziehungsweise Ortsentwicklung.

Klimadebatte

Hier sieht der Verbandschef noch ein großes Arbeitsfeld, auch inspiriert durch drängender werdende Anforderungen der Gäste. Da gehe es um klimaneutrale Hotels oder die möglichst klimafreundliche Anreise zum Urlaubsort. Hier spiele das Angebot der Deutschen Bahn eine zentrale Rolle. Wichtig sei bei der Bahnreform, dass die Investitionen nicht nur auf die Hauptstrecken konzentriert werden. „Das Hauptthema sollte der ländliche Raum mit den Tourismusregionen und den strukturschwächeren Räumen sein“, betont Meyer.

Digitalisierung

Dies ist in den Augen Meyers ein Problem, zu dessen Lösung es nicht nur den Willen der Bundesregierung oder der Netzbetreiber benötigt. „50 Prozent der Gastgeber in Deutschland sind noch nicht online buchbar. Wer heute nicht online buchbar ist, der hat einen wesentlichen Teil der potenziellen Kunden nicht auf dem Zettel.“ Wenn aber der Wille der Gastgeber dazu da wäre, hätte die Forderung nach „Breitband und Mobilfunk an jeder Milchkanne“ eine wesentlich stärkere Durchschlagskraft. Bei der Stärkung von Online-Angeboten lohne sich der Blick nach Südtirol oder Kärnten, die in dieser Hinsicht Vorreiter sind. Dort könnten Interessenten an die Verbände Anfragen schicken und bekämen Angebote aus der ganzen Region.

Bettensteuer

Der Deutsche Tourismusverband lehnt die Bettensteuer ab, weil das Geld in den Haushalt fließe und nicht sichergestellt sei, dass die Einnahmen beim Tourismus landen. Klar sei, dass Gästen erklärt werden müsse, wohin das Geld etwa für Kurtaxe wandert. Das beste Instrument sei eine Gästekarte, die so konzipiert ist, dass sie für viele Leistungen in der Region gültig ist. „Ich bin überzeugt, dass die Menschen zu zahlen bereit sind, wenn sie dafür eine sichtbare Gegenleistung bekommen“, sagt Meyer.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.