ROSTRUP - ROSTRUP/LR - „Welchen Dünger brauchen Rhododendron?" „Welche Gemüsesorten eignen sich für frühe Aussaaten?" oder „Meine Kiefer verliert etliche Nadeln, was kann ich tun?" Fragen wie diese und viele hundert verschiedene mehr wurden bereits gestellt – Mechthild Ahlers und Erika Brunken, die das Gartentelefon der Niedersächsischen Gartenakademie betreuen, können sich über Mangel an Anfragen wahrlich nicht beklagen. Das Gartentelefon gehört mit zum Angebot der Niedersächsischen Gartenakademie, die vor einem Jahr in Rostrup gegründet wurde.
Die Nachfrage ist über das Jahr gesehen fast gleich bleibend hoch. Etwa 60 Anrufer werden pro Woche gezählt. Im Winter rufen Garteninteressierte an mit Fragen nach Gartengestaltung, Pflanzenarten, Sorten und ihre Ansprüche. Ebenso gibt es viele Fragen zum Schnitt von Ziergehölzen, Beerenobst und Baumobst. Im Frühjahr werden mehr direkte Kulturfragen gestellt. Im Frühsommer und Sommer verzeichnen die Mitarbeiterinnen der Gartenakademie viele Fragen zum Pflanzenschutz. Hier gilt es zu recherchieren, ob die Pflanze sich aufgrund ihres Standortes oder ihrer Nährstoffversorgung nicht wohl fühlt und dies zum Beispiel mit gelben Blättern zeigt, oder ob es sich tatsächlich um eine von Pilzen oder Insekten befallene Pflanze handelt, für die ein Pflanzenschutzhinweis nötig ist.
So vielseitig wie das Gartenreich sind auch die Fragen der Liebhaber. Nicht immer liegen die Lösungen gleich auf der Hand. Manchmal wird die Erfahrung von Experten gebraucht. Die sitzen gleich nebenan im Geschäftsbereich Gartenbau der Landwirtschaftskammer, im Pflanzenschutzamt in Oldenburg, in den gartenbaulichen Beratungsringen oder in spezialisierten Gartenbaubetrieben in der Region.
Die Anrufer schätzen am Gartentelefon die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Im Gespräch können die Ursachen des Problems im Garten ergründet, Hintergrundwissen und weiterführende Kulturhinweise gegeben werden. Den Beraterinnen und Beratern am Gartentelefon sind alle Fragen willkommen. Sie halten zahlreiche Tipps zu Stauden und Gehölzen, zu Gartenbedarf und Ambiente, zu Bezugsquellen und Blütezeiten parat.
„Wir verfolgen mit der Einrichtung des Gartentelefons auch das Ziel, eine Schnittstelle zwischen dem Erwerbsgartenbau und dem Freizeitgartenbau zu schaffen. Erzeuger und Verbraucher werden auf diese Weise für die gegenseitigen Anliegen sensibilisiert“, so Mechthild Ahlers und Erika Brunken.
Die freundlichen Gartenberaterinnen
