ROSTRUP - Seit 30 Jahren ist Franz Drake sowohl Hausmeister als auch Hafenwart des Fischereivereins in Rostrup. Unter seiner aktiven Mithilfe entstand die Anlage.
Von Helmut Hogelücht
ROSTRUP - Das Gelände des Fischereihafens in Rostrup schätzen die Mitglieder des Fischereivereins sowie deren Gäste als „kleines Paradies“ ein. Doch bevor diese Vorzeigeanlage geschaffen wurde, sei dieser Platz am Westufer des Meeres „ein Sumpfloch“ gewesen, erinnert sich Franz Drake, seit nunmehr 30 Jahren ununterbrochen Hausmeister und Hafenwart.Von Vereinsmitgliedern wird er auch als „Mann der ersten Stunde“ geschätzt. Die Bauarbeiten hätten vor 30 Jahren mit dem Roden von 175 Erlen und vielen Weidenbüschen begonnen. Anfang 1976 sei dann mit dem Ausbaggern des 1,50 m tiefen Hafenbeckens begonnen worden. Das Gelände sei ein derartiges „Matschloch“ gewesen, dass er den Garten „mit Brettern antrampeln" musste, erinnert sich Drake.
Die Arbeit an der Vereinsanlage des Fischereivereins habe seinerzeit sehr viel Spaß bereitet, zumal ein „Superteam" zugange war. Nach dem raschen Bau der Bootsstege hätten im Frühjahr 1976 bereits die ersten Boote an den wellenlosen Plätzen gelegen. Doch die Steganlage habe nicht lange gehalten, das Holz aus Lärche und Fichte habe durch haltbareres Holz ersetzt werden müssen.
Das Angeln und die Fischerei seien für ihn schon als Kind sein Hobby gewesen, erzählt Franz Drake. 1971 sei er dem Fischereiverein beigetreten und vom Vorstand 1974 zum Hafenwart eingesetzt worden. Seine Arbeit bestehe darin, das Haus in Ordnung zu halten. Auch habe er die Arbeitsstunden der knapp 600 Mitglieder zu organisieren und einzuteilen. „Ich muss sonst alles das machen, was von anderen nicht erledigt wird", berichtet er mit einem Augenzwinkern. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Helga Frerichs ist er ferner für die Bewirtung im Vereinsheim zuständig. Dort finden neben Versammlungen auch Feiern von Vereinsmitgliedern sowie Lehrgänge und Prüfungen für Angler und Fischer statt. Als 1979 der legendäre Riesenwels im Zwischenahner Meer für Schlagzeilen sorgte, seien unter anderem auch Schlagersängerin Gitte und Komiker Karl Dall Gäste im Vereinsheim gewesen. Ein anderes Hobby sei früher das Musizieren gewesen. So habe er als Akkordeonspieler 28 Jahre lang, begleitet von
Klavier und Schlagzeug zum Tanze mit dem „Sterntrio" aufgespielt.
