• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

32 Kühe beziehen schwimmende Farm

16.05.2019

Rotterdam Ein ungewöhnliches Projekt in den Niederlanden soll Menschen die Produktion von Nahrungsmitteln näherbringen. In der Hafenstadt Rotterdam haben 32 Kühe im ersten schwimmenden Bauernhof der Welt Einzug gehalten. Die „Damen“ erwarte ein Stall mit geräumigen Liegeboxen, Melkroboter, Stallreinigungsroboter, automatischem Futterband und komfortablem Gummiboden, teilte das „Niederländische Büro für Tourismus & Convention“ (NBTC) mit. Für den Weidegang stehe den Tieren eine angrenzende Wiese zur Verfügung. Nach einer Eingewöhnungsphase für die Kühe seien auch Besucher herzlich willkommen.

Aussicht auf Hafen

Ziel der „Floating Farm“ sei es, die Stadtbewohner wieder mit der Herkunft und Zubereitung der täglichen Nahrungsmittel in Kontakt bringen. Der Bauernhof sei transparent gestaltet, die Besucher können von der Milchverarbeitung bis zur Verwertung des Kuhmists als Düngemittel sämtliche Prozesse verfolgen und auch Melk-, Stallreinigungs- und Futterroboter bei der Arbeit zu sehen.

Die „Floating Farm“ arbeitet laut NBTC soweit wie möglich autark und soll einen Beitrag leisten zum städtischen Kreislauf : Solarzellen generieren den Strom, Gras von Sport- oder Golfplätzen der Stadt dient als Nahrung für die Kühe, das Wasser ist gesäubertes Regenwasser. Die Milcherzeugnisse der „Floating Farm“ werden verkauft und sollen bald auch in Lidl-Filialen in der Region Rotterdam erhältlich sein. Die Kühe haben von der oberen Etage der „Floating Farm“ Aussicht auf den Rotterdamer Mervehaven, der in zehn bis 15 Jahren als Wohn- und Arbeitsgebiet erschlossen werden soll.

Anlass für die Entwicklung der Floating Farm war nach Angaben des niederländischen Tourismusbüros einerseits die immer spärlicher werdende landwirtschaftliche Nutzfläche, andererseits die zunehmende Weltbevölkerung. Beides zusammen führte zu einer Suche nach Nahrungsmitteln der Zukunft („Future Foodsystems“).

Aber auch Klimaprobleme hatten Einfluss: Rotterdam liegt in einem sehr wassersensiblen Flussdelta. Wie viele andere Städte hat Rotterdam Probleme mit der Wasserabführung der Flüsse, dem steigenden Meeresspiegel und dem immer stärker werdenden Niederschlag. Um darauf zu reagieren, seien verschiedene Maßnahmen denkbar, eine davon ist sei das schwimmende Bauen. Auf einem schwimmenden Bauernhof kann die Lebensmittelproduktion auch bei einer Überflutung weiterlaufen.

Weltweites Interesse

Schon vor der Eröffnung stieß das Projekt weltweit auf Interesse. Die Suche nach einem nachhaltigen Ernährungssystem steht angesichts des Klimawandels bei vielen Städten oben auf der Tagesordnung. Ermöglicht wurde die „Floating Farm“durch private Investoren und Kooperationen mit diversen Partnern aus den Bereichen Technologielieferung, Innovation und Forschung.

Inzwischen liegen Entwürfe für eine schwimmende Hühnerfarm und ein schwimmendes Gewächshaus auf dem Tisch.


     www.floatingfarm.nl 
Irmela Herold Redakteurin / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2152
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.