Nordenham/Brake - Gleich vier neue Angebote wollen die Berufsbildenden Schulen Wesermarsch (BBS) an den Standorten Brake und Nordenham machen. Der Schulausschuss des Kreistages hat diesen Vorhaben jetzt einstimmig zugestimmt.

Neue Klassenräume müssen dafür nicht eingerichtet werden. Schulleiter Arthur Post ist zuversichtlich, dass nach Bestätigung durch den Kreistag die Landesschulbehörde die neuen Berufsschulangebote genehmigen wird.

Wie berichtet, soll in Nordenham eine Technikerschule eingerichtet werden. Sie soll am 1. September starten. Mindestens 22 Schüler sind nötig. Laut Arthur Post gibt es bereits Anfragen von mehr als 30 Interessierten.

Facharbeiter bekämen dadurch die Möglichkeit, ins mittlere Management unterhalb der Positionen von Ingenieuren aufzusteigen. Damit solle die Wirtschaftsregion mit ihren Leitbranchen Flugzeugbau, Windenergie und Schiffbau gestärkt werden.

Der kostenfreie Unterricht soll berufsbegleitend abends und an Wochenenden stattfinden – vier Jahre lang jeweils 15 Stunden pro Woche.


Ein Beirat soll die Weiterentwicklung dieses Angebots begleiten. Kreistagsabgeordneter Manfred Wolf (FDP) regte an, nach anderen Zeitmodellen zu suchen, denn vier Jahre sind seiner Einschätzung nach ein zu langer Zeitraum.

  Ebenfalls am Standort Nordenham soll für 16 bis 20 Schüler Berufsschulunterricht für den Ausbildungsberuf Kaufmann (Kauffrau) für Spedition und Logistikdienstleistungen angeboten werden.

  In Brake soll eine Sprachlernklasse für die Integration und Förderung von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache eingerichtet werden.

  Ebenfalls in Brake soll ein Angebot für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden: für den Ausbildungsberuf eines Fachpraktikers in den Fachrichtungen Zerspannungsmechaniker, Metallfeinarbeiter, Maler und Lackierer, Gastgewerbe Küche/Service sowie Verkauf/Handel.

Schulleiter Arthur Post geht davon aus, dass das BBS-Kollegium von zurzeit 140 Lehrkräften erweitert wird.