Bad Zwischenahn - Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt wegen eines Bakterienfunds vor dem Verzehr der Groben Teewurst des Bad Zwischenahner Wurstherstellers Rügenwalder Mühle. Wie das BVL am Donnerstagabend bekanntgab, sind Teile der Produktion mit dem Verotoxin-bildenden Escherichia coli (VTEC) verseucht. Koli-Bakterien können Infektionen oder Durchfall verursachen.

Warnung des Bundesamtes für Verbraucherschutz

Rügenwalder veranlasste umgehend einen Rückruf bei den belieferten Supermärkten. Betroffen seien ausschließlich 625-Gramm-Verpackungen (grob) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12. und 13.5.2015 (Chargennummer: GE 530302), teilte das Ammerländer Unternehmen mit. Dabei handelt es sich um Bedienware, die in der Regel lose an der Theke verkauft wird. Betroffen seien u.a. die Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bayern.

„Wie es zu der Verunreinigung kommen konnte, können wir noch nicht sagen“, erklärte eine Rügenwalder-Sprecherin am Freitag gegenüber dieser Zeitung. Nach der Ursache werde intensiv gesucht. Die mikrobielle Verunreinigung sei bei einer planmäßigen Probe durch die Behörden entdeckt worden.

Die Sprecherin betonte, dass es sich um „eine sehr kleine Charge“ handle. „Abgepackte Selbstbedienungsware-Produkte wie zum Beispiel die Teewurst im Frische Becher sind nicht vom dem Rückruf betroffen“, sagte sie.


BVL und Rügenwalder raten dringend vom Verzehr der Produkte aus der Charge ab. Die Ware sollte vernichtet oder in den Märkten zurückgegeben werden. Betroffene Verbraucher werden gebeten, sich an eine eigens eingerichtete Service-Hotline (Tel. 04403/66345) zu wenden.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft