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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Möglicher Teilverkauf alarmiert Opelaner

05.07.2018

Rüsselsheim /Paris Der verlustreiche Autobauer Opel kommt nicht zur Ruhe: Spekulationen über einen Teilverkauf des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim alarmieren den Betriebsrat. Das Gremium berief für diesen Donnerstag kurzfristig eine Betriebsversammlung ein, bei der das Management Rede und Antwort stehen soll.

„Ein (Aus-)Verkauf der Opel-Entwicklung würde Opel die Zukunft nehmen“, kritisierten die Arbeitnehmervertreter am Mittwoch. Opel-Chef Michael Lohscheller betonte in einer Mitteilung: „Unser Engineering ist und bleibt Kern von Opel.“

Alle künftigen Opel-Modelle würden in Rüsselsheim entwickelt. Zudem übernehme Rüsselsheim zahlreiche wichtige Aufgaben für den französischen Mutterkonzern PSA. Das Auftragsvolumen der früheren Opel-Mutter GM werde in den kommenden Jahren jedoch drastisch abnehmen. Deshalb würden unterschiedliche Optionen geprüft. „Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen sind dabei Teil dieser Überlegungen“. Noch gebe es keine Entscheidung. „Es ist selbstverständlich, dass unsere Sozialpartner in den Prozess eingebunden werden“, betonte Lohscheller weiter.

Einem Medienbericht zufolge denkt PSA darüber nach, sich von einem Teil des Entwicklungszentrums (ITEZ) mit seinen mehr als 7000 Ingenieuren zu trennen. PSA und Opel hätten mehrere Entwicklungsdienstleister sondiert, damit diese Übernahmeangebote vorlegen, berichtete die französische Zeitung „Le Monde“.

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