RüSSELSHEIM - Die umstrittenen Extra-Zahlungen an Opel-Betriebsräte haben ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt gegen den scheidenden Opel-Betriebsratschef Klaus Franz, wie ein Justizsprecher am Montag bestätigte. Ebenfalls stehen Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke und Personalchef Holger Kimmes unter dem Verdacht der Untreue.

Hintergrund sind umstrittene Extrazahlungen von bis zu 1300 Euro monatlich an Betriebsratsmitglieder des Autoherstellers. Der zum Jahresende ausscheidende Betriebsratschef Franz hatte wie auch das Unternehmen die Zahlungen als rechtmäßig verteidigt.

Franz fürchtet die Ermittlungen nach eigenen Worten nicht. „Ich bin mir sehr sicher, dass sich das Ganze in Wohlgefallen auflösen wird“, sagte er am Montag. Man arbeite derzeit an einer Stellungnahme, erklärte sein Anwalt Jürgen Fischer. Die Staatsanwaltschaft habe bislang nur einige Zeitungsartikel vorliegen. Die Vorwürfe seien „völlig abwegig“. Es habe sich um pauschale Vergütungen wegen zusätzlichen Arbeitsaufwands gehandelt und stehe völlig im Einklang mit dem Betriebsverfassungsgesetz.