Friesoythe/Frankfurt - Der Anlagenbauer, -projektierer und -betreiber Deutsche Biogas AG (Friesoythe/Kreis Cloppenburg) erwartet nach einer Phase mit starkem Wachstum eine „Beruhigung und Konsolidierung der eigenen Geschäftstätigkeiten und des Marktes“. Es sei im aktuellen Geschäftsjahr 2012/2013 geplant, die Biogas-Produkionskapazität und damit die Gesamtleistung und den Betriebsgewinn Ebit zu stabilieren, sagte Vorstandsvorsitzender Horst Lammers bei der Hauptversammlung, die am Freitag in Frankfurt stattfand.

2011/2012 war die Gesamtleistung um 63 Prozent auf 32,95 Millionen Euro gewachsen. Der operative Gewinn stieg auf 5,7 (Vorjahr: 4,5) Millionen Euro. Eine Dividende wird nicht gezahlt. Die Mittel sollen vorerst für die weitere Expansion verwendet werden. In den nächsten Jahren sei aber eine „attraktive Balance“ zwischen Thesaurierung und Dividende geplant, hieß es vor gut 50 Aktionären.

Lammers forderte die Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf, offen zu bleiben für die Chancen und notwendigen Kompromisse einer Energieversorgung ohne Atomstrom und CO 2 -intensive Kohlekraftwerke. Notwendig sei intensive Forschung etwa nach effizienteren Energiepflanzen mit geringerem Landverbrauch. Bisher sei nur die Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas grundlastfähig, betonte Lammers.