Mannheim/Ludwigshafen - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF setzt trotz der Ukraine-Krise weiter auf Geschäfte mit Russland. „Russland ist wichtig, sehr, sehr wichtig“, sagte Vorstandschef Kurt Bock am Freitag auf der Hauptversammlung in Mannheim. Rund die Hälfte des von der BASF bezogenen Öls und Gases komme von dort. Das Unternehmen denkt wegen der günstigen Gaspreise in den USA über eine Milliarden-Investition an der US-Golfküste nach, es wäre die größte in der Unternehmensgeschichte.
In den ersten drei Monaten schrumpfte der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unter anderem wegen gesunkener Erlöse in der Öl- und Gassparte um 1,1 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro. BASF bekam vor allem einen Förderstopp in Libyen und den milden Winter in Europa zu spüren.
Zum neuen Aufsichtsratschef wählte das Kontrollgremium den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hambrecht. Der 67-Jährige folgt auf Eggert Voscherau (70), der nach fünf Amtsjahren nicht mehr zur Verfügung stand.
