SAGE-HAAST - „Man spricht wieder über uns – mehr denn je.“ Auf die steigende Bedeutung der Landwirtschaft wies Kreislandwirt Jürgen Seeger im Rahmen der Freisprechungsfeier von Auszubildenden und Meistern der Haus- und der Landwirtschaft hin. Die deutschen Lebensmittel seien qualitativ die besten der Welt. Das schlage sich nun auch in steigenden Erzeugerpreisen nieder. Nach wie vor seien Lebensmittel aber preiswert. „Die Deutschen wenden nur elf Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel auf. Das ist einzigartig in Europa“, betonte Seeger.

Insgesamt zehn junge Landwirte nahmen am Freitagabend im „Haaster Krug“ in Sage-Haast ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Im Vorjahr waren es noch 18. Gleichwohl könne man der Situation gelassen entgegensehen, meinte Dr. Günter Kuhnt, Leiter der Bezirksstelle Oldenburg-Süd der Landwirtschaftskammer. Derzeit befänden sich 37 Schüler in den Berufsschulklassen; die Zahl der in den letzten Jahren neu anerkannten Ausbildungsbetriebe lag mit sieben „sehr hoch“.

Im Namen der freigesprochenen Landwirte danke Daniel Pluntke (Ahausen) Ausbildern und Familien für die Unterstützung in den vergangenen drei Jahren. Pluntke gehörte neben Nico Bruns aus Dötlingen-Wehe zu den besten Absolventen. Die beste Prüfung bei den Hauswirtschafterinnen legte Dr. Eva-Maria Kinner (Großenkneten) vor. Für seine 25-jährige Ausbildertätigkeit wurde Gerold Heinemann aus Oberhausen von Seeger, Dr. Kuhnt und der Vorsitzenden des Kreislandfrauenverbands, Karin Bellers, geehrt. Elf Frauen schlossen ihre Ausbildung als Hauswirtschafterin ab. Drei Hauswirtschafterinnen erwarben den Meistertitel.

In ihrer Festansprache wies Anne-Mette Steenken (Borwede, Kreis Diepholz) von der „Entra-Unternehmerentwicklung“ auf das Prinzip des „lebenslangen Lernens“ hin. „Bleiben Sie mutig und lernen Sie von den Besten“, empfahl Steenken den Absolventen. Mut und Risikobereitschaft gehörten zum Unternehmerbild des Landwirts. Steenken: „Selbstvertrauen ist die Brücke in die Zukunft.“ Beim anschließenden Landwirtschaftsball feierten zahlreiche Vertreter aus den Gemeinden sowie junge Absolventen und Ehemalige das Ende des Ausbildungsjahres.