Spargel-Liebhaber können den Saisonstart kaum erwarten. Auf dem Hof Schwarting in Thienfelde müssen sie sich aber noch etwas gedulden, sagt Seniorchef Rudolf Schwarting.
Herr Schwarting, die Stürme Anfang der vergangenen Woche haben die Spargelernte teils schwer zurückgeworfen. Sind Ihnen auch die Folien um die Ohren geflogen?
SchwartingBei uns war’s nicht so schlimm. Wir bauen unseren Spargel auf recht schwerem Boden an, der sich nicht so schnell erwärmt – deshalb hatten wir die Folien noch gar nicht über die Beete gezogen. Das haben wir erst nach dem Sturm gemacht.
Wie sehr wirkt sich das Wetter denn auf Ihre Ernte aus?
SchwartingDas hängt jetzt vor allem von den nächsten Wochen ab. Bei uns geht die Saison immer erst Ende April/Anfang Mai los. Das liegt, wie gesagt, an unserem Boden, in dem sich Feuchtigkeit und Kälte länger halten als bei klassischen Spargelböden. Aber unsere Kunden wissen das. Die warten sowieso, bis sich der Preis eingependelt hat. Im Moment liegt er ja noch bei 15 bis 20 Euro. Auch die Gaststätten, die wir beliefern, fangen mit ihren Spargelbuffets erst im Mai an.
Und Ihre Erntehelfer sind vermutlich auf Ihre Termine eingestellt?
SchwartingDie stehen in Polen auf Abruf bereit und sind in wenigen Tagen da, wenn wir sie anrufen. Wir kontrollieren ja ständig unsere Böden und wissen irgendwann: In einer Woche kann es losgehen.
Freuen Sie sich eigentlich persönlich auf die Spargelzeit nur, weil sie ein gutes Geschäft bringt, oder haben Sie selber auch schon Appetit auf Spargel?
SchwartingDas natürlich auch. Während der Saison kommt bei uns fast täglich Spargel in irgendeiner Form auf den Tisch. Und nebenbei packen wir auch noch viel in die Truhe für den Herbst.
