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Ausschuss Sandabbau in Husbäke nimmt erste Hürde

Christopher Hanraets

Edewecht/Husbäke - Beim zweiten Mal hat es geklappt: Der Gemeindeausschuss für Landwirtschaft und Umweltschutz hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend darauf geeinigt, der antragsstellenden Friesoyther Firma Johann Mildenberger GmbH das Einvernehmen für den Sandabbau in Husbäke auszusprechen. Schon vor zwei Jahren hatte der Betrieb einen Antrag gestellt. Seinerzeit sprach der Ausschuss aber nicht sein Einvernehmen aus. Dieser Einschätzung folgte der Verwaltungsausschuss. Zu der Ausschusssitzung waren rund zwei Dutzend Anwohner gekommen. Ebenso der Geschäftsführer der Abbaufirma.

Spur für Linksabbieger

Der Entscheidung ging ein detaillierter Vortrag des beauftragten Planungsbüros voraus. Vor zwei Jahren wurde das Einvernehmen vor allem deshalb versagt, weil die Frage der Erschließung des Areals aus Sicht der Gemeinde nicht zufriedenstellend geklärt worden war. Die Zufahrt soll über die Küstenkanalstraße (B 401) zwischen den Hausnummern 60 und 61 erfolgen. Um zu vermeiden, dass die abbiegenden Lastwagen den Verkehr aufhalten, ist nun eine Linksabbiegerspur geplant. Deren Bau und Unterhalt zahlt der Unternehmer.

Erneut wurden Bedenken bezüglich Umweltschutz, Lärmschutz und Beeinträchtigung der Anwohner durch Staub zur Sprache gebracht. Dabei wurde auch Kritik an dem vorgestellten Schallgutachten laut. Zwar hätten die Gutachter ihren Berechnungen die ungünstigsten Umstände zugrunde gelegt und dennoch wurden die Grenzwerte nicht überschritten.

Kritik am Schallschutz

Aber: „Es wird nicht berücksichtigt, was mit dem fließenden Verkehr passiert. Die Lastwagen werden auch den übrigen Verkehr abbremsen“, erklärte Uwe Heiderich-Willmer (Grüne). Durch die abbremsenden Autos steige die Lärmbelastung für die Anwohner noch einmal. Schon jetzt sei die Straßenseite der Grundstücke wegen des Verkehrslärms kaum nutzbar und nun solle auf der anderen Seite auch noch Sand abgebaut werden.

Gemeindekämmerer Rolf Torkel wies mehrmals darauf hin, dass derartige Überlegungen mit dem Einvernehmen nichts zu tun hätten. Die zuständige Genehmigungsbehörde für den geplanten Sandabbau sei der Landkreis Ammerland. Beim Einvernehmen der Gemeinde spielten lediglich die Erschließung und die städtebauliche Ordnung eine Rolle. Bedenken in Sachen Umwelt- und Schallschutz könnten allenfalls an den Landkreis weitergetragen werden.


Bei der Abstimmung sprach sich dann auch eine deutliche Mehrheit für das Einvernehmen aus. Es gab lediglich eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

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