SANDE - Der Weihnachtsmarkt in Sande am zweiten Adventwochenende 2009 ist längst abgehakt, doch für die Siedlergemeinschaft Sande und einige Bürger in Sande bleibt offenbar ein säuerlicher Nachgeschmack. Grund dafür sind die zum Teil nicht unerheblich gestiegenen Preise, die für weihnachtliche Leckereien verlangt worden waren.
„Einige Kunden reagierten sehr ungehalten über die gestiegenen Preise und traten von ihrem Kauf zurück oder reduzierten die Menge“, so Alfred de Vries von der Siedlergemeinschaft Sande. De Vries kritisiert daher besonders die „Interessengemeinschaft Sander Weihnachtsmarkt“, die „erneut dafür gesorgt hat, dass sich die Preise doch stark veränderten.“
So sollte beispielsweise der Preis für eine Krakauer-Wurst von 2,00 auf 2,30 Euro klettern. Erst nach dem Protest des Verkaufspersonals einigte man sich auf 2,20 Euro. Die Preise für Mutzenmandeln stiegen um 20 Prozent, für Schmalzgebäck um gar 60 Prozent, rechnet Alfred de Vries vor. Einzig bei den Getränken blieben die Preise unverändert. Laut de Vries hatte das Verkaufspersonal angedroht, andernfalls die Buden gar nicht erst zu öffnen.
Dabei, so de Vries, war der von den Sander Vereinen ausgerichtete Weihnachtsmarkt vor mehr als 25 Jahren als Markt für alle Sander Bürger entstanden. Auch Menschen mit geringem Einkommen und die Bewohner aus dem Altersheim seien dort anzutreffen gewesen. Das sei heute leider nicht mehr der Fall. Die Kritik an der Preisgestaltung werde von der gesamten Siedlergemeinschaft Sande unterstützt, so deren Vorsitzender Rainer Galli.
Bei der Interessengemeinschaft Sander Weihnachtsmarkt ist man indes „sehr verwundert“ über die Vorhaltungen aus den Reihen der Siedler. „Wir haben von 20 Artikeln gerade mal bei dreien die Preise angehoben – und zwar auch nur in geringem Maße“, entgegnet Helmut Rohlfs als Sprecher der Interessengemeinschaft, die den Markt organisiert. „Bei unserem Weihnachtsmarkt vor vier Wochen, der wegen des völlig verregneten Wochenendes ohnehin schlecht besucht war, macht keiner einen Reibach“, so Rohlfs. „Aber wir müssen die Kosten decken und dafür sorgen, dass Rücklagen zum Beispiel für Reparaturen an den Buden gebildet werden können.“ Und für die Vereine soll ja auch noch ein kleines Sümmchen übrigbleiben, so Rohlfs.
Dass sich die Bürger in dem Maße beschwert hätten, wie von den Siedlern dargestellt, könne er nicht bestätigen. Rohlfs räumte aber ein, dass man sich in der Interessengemeinschaft wohl zu kurzfristig dazu entschlossen habe, bei einigen Artikeln die Preise anzuheben. „Das hätten wir vielleicht früher tun und mit den Vereinen darüber reden sollen“, so Rohlfs.
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