SANDE -
Von Oliver Braun
SANDE - Ein Alarmsignal: Von den neuen Mitgliedern des Bürgervereins Sande sind nur drei jünger als 40 Jahre. „Das zeigt, dass jüngere Familien mit dem Sinn und Zweck eines Bürgervereins nichts anfangen können. Da werden wir verstärkt aktiv werden müssen“, kündigte Vorsitzender Uwe Schlenkert jetzt auf der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus Sande an.Die Mitgliederzahlen des Bürgervereins Sande sind im vergangenen Jahr leicht rückläufig: 33 Sterbefällen und 13 Austritten standen nur 16 Neuaufnahmen gegenüber. Zurzeit sind 986 Mitglieder im Bürgerverein organisiert.
In der öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzung über die Zukunft des Hauses Hauptstraße 1 hält sich der Verein vornehm zurück. Dennoch ist das heruntergekommene Haus auch seit langem Thema im Verein: „Seit mehreren Jahren fordern die Mitglieder immer wieder, hier Abhilfe zu schaffen“, sagte der wiedergewählte Vorsitzende.
So wurde auch die „Hauptstraße 1“ auf der Hauptversammlung nicht ausgespart: Bürgermeister Josef Wesselmann sprach unter anderem vom (unveränderten) Sachstand zur Bahnumgehung, erläuterte das Sander Haushalts-Defizit sowie die Umstrukturierung der Sozialstation und erläuterte schließlich nochmals die Motive, weshalb die Gemeinde das Grundstück Hauptstraße 1 erworben habe.
Wesselmann erinnerte daran, dass aus der Bevölkerung und auch aus dem Bürgerverein an die Verwaltung immer wieder der Aufruf kam, an der verwahrlosten Ecke endlich einmal etwas zu unternehmen. „Doch uns waren die Hände gebunden“, so Wesselmann. Nun gehöre der Gemeinde das Objekt, und „wir entscheiden jetzt, was dort passiert.“
Der Bürgermeister lud den Bürgerverein ein, sich selbst einen Eindruck vom Zustand des Hauses Hauptstraße 1 zu verschaffen. Am Dienstag, 31. Januar, ist deshalb auch der Sander Bauausschuss ab 15.30 Uhr vor Ort. „Kommen sie gerne vorbei, sehen Sie sich das aus der Nähe an“, so Wesselmann.
Vor der Rede des Bürgermeisters hatte der Bürgerverein Sande eine reichhaltige Tagesordnung abgearbeitet. Die gute Nachricht: Die Finanzen des Bürgervereins können im Gegensatz zu denen der Gemeinde ausgeglichen werden. Rund 8000 Euro sieht der Etat des Vereins für Veranstaltungen, Ausflüge und andere Aktionen im neuen Jahr vor.
Die schlechte Nachricht: Seine Feste und Veranstaltungen muss der Bürgerverein vorerst ohne Festausschuss organisieren. Mit Rita Oldag – seit 1966 im Festaussschuss – mit Anja König (seit 1992), Adolf Brunken (1998) und Dieter Sykora (2000) wurden vier Mitglieder aus dem Festausschuss verabschiedet. Nachfolger sind nicht in Sicht.
Keine Veränderungen ergaben die Vorstandsneuwahlen: Uwe Schlenkert und sein Stellvertreter Claus von Arnim führen auch weiterhin den Bürgerverein Sande. Kassenwarte bleiben Wilfried Wurst und Silvia Wesselmann, Schriftführerin bleibt Britta Kranzioch.
