SANDE - Gute Nachrichten und schlechte Neuigkeiten gab es jetzt zu den Straßensanierungen im Zuge des Dorferneuerungsprogramms Sande: Während die Arbeiten in Neufeld II weit fortgeschritten sind und die Vollsperrung der Berliner Straße zwischen Königsberger und Stettiner Straße aller Voraussicht nach Ende nächster Woche wieder aufgehoben werden kann, müssen die Pläne für eine Neugestaltung der Sander Hauptstraße wieder auf den Prüfstand. Das berichtete Bauamtsleiter Bernd Eickhoff bei einer Ortsbegehung mit den Fachausschuss.

„Wir müssen uns wohl auf eine erhebliche Verzögerung einstellen“, erklärte Bürgermeister Josef Wesselmann anschießend im Rathaus. Grund dafür sei ein Gerichtsurteil, wonach Radfahrer innerorts nicht mehr den Radweg nutzen müssen, sondern auch auf der Straße fahren dürfen.

Geplant war neben gestalterischen Maßnahmen auch, die etwa zwei Kilometer lange Hauptstraße zu verengen und dafür beidseitig mit einem Geh- und Radweg zu versehen. Unklar ist im Moment, ob es für dieses Vorhaben nach dem Gerichtsurteil zur Radwegenutzung überhaupt noch Fördergelder aus der Dorferneuerung gibt oder ob die Verantwortlichen im Sander Rat mit ihren Plänen nun noch einmal ganz von vorn anfangen müssen.

Voll im Zeitplan liegt dagegen in Neufeld II die Sanierung und Neugestaltung des ersten Teilabschnitts der Berliner Straße und der Königsberger Straße. Wegen der Bauarbeiten ist die Berliner Straße zurzeit gesperrt. „Wenn das Wetter weiter so gut mitspielt, ist die Straße Ende nächster Woche wieder durchgängig befahrbar“, so Bernd Eickhoff.

Im Zuge der Dorferneuerung werden jeweils die ersten rund 120 Meter der Berliner Straße zwischen Stettiner und Königsberger Straße sowie die erste Hälfte der Königsberger Straße saniert. Außerdem entsteht am Dorfanger an der Berliner Straße zwischen Danziger und Königsberger Straße ein kleiner Parkplatz mit 17 Einstellplätzen und ein Behindertenparkplatz. Damit soll die Parkplatznot für die Kunden der Geschäfte an der Berliner Straße und für die Besucher der Sporthalle bald ein Ende haben.


Im Zuge der Arbeiten wird auch die Oberflächenentwässerung erneuert. Die ist jedoch kein Teil des Dorfer­neu­erungsprogramms, doch die Gemeinde will diese Ar­beit gleich miterledigen. Die Gesamtinvestitionssumme für diesen Abschnitt liegt bei rund 435 000 Euro. Sande ist mit einem Eigenanteil von 261 000 Euro dabei.

Um vom Winter nicht abermals aufs Glatteis geführt zu werden, will die Gemeinde Sande ihre Streugut-Kapazitäten ausbauen. Auf dem Gelände des Bauhofs sollen für den Winterdienst nun zwei neue Streugutsilos mit einer Kapazität von je 60 Kubikmetern errichtet werden. Die Kosten dafür bezifferte Eickhoff auf 65 000 Euro. Die Gemeinde könne so frühzeitig Streusalz günstiger kaufen und einlagern. Die Ausschussmitglieder stimmten dafür, Angebote für das Vorhaben einzuholen.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever