SANDE - Ob der traditionsreiche Bürgerverein Sande eine Zukunft hat, wird wohl wesentlich vom Verlauf der nächsten ein bis zwei Jahre abhängen. Wenn es weiterhin wie bisher nicht gelingt, neue engagierte Mitarbeiter zu finden, die sich auch für die Arbeit in der ersten Reihe begeistern können, ist es um das Überleben des Vereins schlecht bestellt.
Am Freitagabend fand sich in der Jahreshauptversammlung leider niemand, der den Posten des 1. Vorsitzenden übernehmen wollte. Die Position blieb vakant (dieNWZ
berichtete).Uwe Schlenkert ist bereits 74 Jahre alt und war 30 Jahre 1. Vorsitzender. Auf der Versammlung übernahm er den Posten des 2. Vorsitzenden von Claus von Arnim. Der hatte nach 48-jähriger Vorstandsarbeit nicht mehr kandidiert. Er übernehme das Amt des 2. Vorsitzenden, um den Verein geschäftsfähig zu halten, erklärte Schlenkert. Nunmehr aber lasten auf ihm noch mehr Aufgabe als zuvor, dabei hatte er aus gesundheitlichen Gründen deutlich kürzer treten wollen.
Die Zahl der Versammlungen war bereits im vergangenen Jahr stark reduziert worden. Allerdings leistet sich der Verein immer noch für die Posten der Kassenführung und des Protokolls jeweils zwei Amtsinhaber. So wurde bei den Wahlen Wilfried Wurst als Kassenwart bestätigt. Seine Vertretung übernimmt neu Maike Irmer (bisher Folkert Feeken), das Protokoll führt Britta Kranzioch, sie wird vertreten von Silvia Wesselmann. Für den in diesem Verein so wichtigen Festausschuss fand sich kein Verantwortlicher.
Schlenkert beklagte den Mitgliederschwund. Es sind derzeit noch 826 Mitglieder im Bürgerverein. Im vergangenen Jahr verstarben 35 Frauen und Männer, 21 erklärten ihren Austritt. Dem gegenüber standen nur sechs Neuzugänge – eine Tendenz, die schon seit vielen Jahren anhält. Zu den Aufgaben des Vorstands gehörte es im vergangen Jahr, allein 140 Mitglieder zu besuchen, die 80 Jahre und älter wurden.
Geehrt wurden Hima Klemptner, Helene van Büren, Rita Oldag, Erika Witte, Wilma Fahning, Dieter Günther, Folkert Feeken, Hans-Hermann Fahning, Horst Kranzioch und Claus von Arnim, der auch zum ersten Ehrenvorstandsmitglied des Vereins ernannt wurde.
