SANDE - Zur Debatte stehen eine West- und eine Nord-Ost-Trasse. Bereits am 31. Mai soll eine Entscheidung fallen.

von ulrich schönborn,

redaktion jever

SANDE - Dass die Bahnumgehung Sande kommt, ist sicher. Wie sie verläuft, ist dagegen noch völlig offen. Zwei Varianten stehen zur Auswahl. Der Rat ist jetzt in die konkreten Planungen eingestiegen.

Schon am 31. Mai soll eine Entscheidung fallen. Um diese treffen zu können, braucht die friesländische Gemeinde aber noch wichtige Informationen. So hat die Bahn noch keine Stellungnahme zur Trassenführung abgegeben. Die Gemeinde wartet auch auf eine Machbarkeitsstudie für einen höhenungleichen Bahnübergang, ohne den eine der beiden Varianten – die so genannte Nord-Ost-Umgehung – keinen Sinn machen würde.

Alternative ist die deutlich längere Westumfahrung. Sie birgt mehr Aufwand und Kosten, dafür aber weniger Konfliktstoff – besonders beim Lärmschutz.


Die Sander Bürger hatten jahrelang für die Bahnumgehung gekämpft. Hintergrund ist der Bau des Jade-Weser-Ports im benachbarten Wilhelmshaven. Derzeit verläuft die Bahntrasse mitten durch den Ort. Der Güterzugverkehr zum Hafen würde zu unerträglichen Belastungen der Anwohner und zu langen Schranken-Schließzeiten führen. Betroffen davon wäre u. a. auch das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch.

Mit Blick auf die Zusage zum Bau der Bahnumgehung hat Sandes Bürgermeister Josel Wesselmann an die Bürger appelliert, nicht gegen den ausliegenden Planfeststellungbeschluss für den Jade-Weser-Port zu klagen.