SANDE - Höchstens 15 Kinder dürfen in der Gruppe sein, mindestens zwei Fachkräfte müssen die Betreuung übernehmen. So steht es für Krippengruppen für unter dreijährige Kinder im Gesetz. Der evangelische Kindergarten in Sande will mehr: Ab dem kommenden Kindergartenjahr soll eine dritte Fachkraft die Gruppe verstärken.

Mit nur zwei Fachkräften in der Krippengruppe zu arbeiten, sei „für die Erzieher genauso wie für die Kinder grenzwertig“, erklärte Pastor Gerd Pöppelmeier am Rand des Sommerfests im Kindergarten. Gemeinsam mit Kindergartenleiterin Ulrike Schirmer freute er sich, auch bei der Kommune auf offene Ohren gestoßen zu sein. „Eine dritte Fachkraft in der Krippe ist für eine vernünftige pädagogische Qualität unerlässlich“, betonte Pöppelmeier. Insgesamt sei man froh über die Erfahrungen im ersten Jahr mit der Krippe, man sei auf einem guten Weg.

Der Kindergarten befindet sich zurzeit in einer Phase großer Veränderungen. Nachdem vor einem Jahr die Krippengruppe neu hinzu gekommen ist, ist jetzt ein Hort für die Betreuung der sechs- bis zehnjährigen Kinder im Anschluss an die Schule in Planung. Unter der Voraussetzung, dass alle nötigen Gremien zustimmen, könnte die Gruppe nach den Sommerferien starten. 20 Anmeldungen liegen bereits vor, sagte Pöppelmeier. Daher seien weitere Renovierungen und Investitionen in neues Mobiliar nötig.

Zudem sollen auch noch weitere Arbeiten wie der Austausch von Fenstern an dem mehr als 40 Jahre alten Gebäude erledigt werden. Pöppelmeier sprach von der „längst überfällig gewordenen Renovierung eines in die Jahre gekommenen Gebäudes“.

Weiterhin wird gerade das Außengelände erweitert, so dass mehr Raum für die kleineren Kinder bleibt. Waren 2007 rund 100 000 Euro investiert worden, sollen es in diesem Jahr weitere 20 000 Euro sein. Diese Summen waren allerdings nicht allein von der Kirchengemeinde aufzubringen. Zahlreiche Zuschüsse von unterschiedlichen Seiten, zum Beispiel von der Kommune und vom Land Niedersachsen, machten die Investitionen erst möglich.