SANDE - Zwei Salzwiesenlehrpfade gibt es bei Cäciliengroden am Jadebusen. Einer davon wird künftig auch für Gehbehinderte befahrbar sein. Die Gemeinde Sande und die Nationalparkverwaltung haben einen neuen Steg im Deichvorland bauen lassen, der es Menschen im Rollstuhl ermöglicht, den Salzwiesenlehrpfad in unmittelbarer Nähe zu erleben.

Auf großes Interesse stieß dieses Vorhaben bei den Mitgliedern der Kommission, die am Dienstag die Deiche des III. Oldenburgischen Deichbands zwischen Dangast und Harlesiel schauten. Verbandsvorsteher Früsmer Ortgies (Hohenkirchen) sieht den Steg als Ergänzung der bereits angelegten barrierefreien Übergänge über den Deich. 40 000 Euro hat der Steg gekostet, der freilich noch an den Deichsicherungsweg angeschlossen und ausgeschildert werden muss, wie Sandes Bürgermeister Josef Wesselmann erläuterte.

Ab Frühjahr 2010 können Menschen mit Gehbehinderung zum Parkplatz in Cäciliengroden fahren und über die Trift (dort wird noch eine Möglichkeit zum Ausruhen eingerichtet, weil die Steigung recht steil ist) zum Salzwiesen-Steg gelangen.

Einen zweiten Steg in den Salzwiesen gibt es bei Petershörn. Dort dient er der wissenschaftlichen Überwachung einer ehemals zehn Hektar großen Pütte, die vor elf Jahren für die Deicherhöhung angelegt worden war. Die Verlandung ist mittlerweile weit fortgeschritten. Der Steg könnte auch für öffentliche Führungen genutzt werden, regte Ortgies an. Freilich müsste die Nationalparkverwaltung damit einverstanden sein und den Steg unterhalten.