Sande - Ein insgesamt „ruhiges Jahr“ bescheinigte Vorsitzender Rainer Galli der Siedlergemeinschaft Sande bei der Jahreshauptversammlung. Er nutzte die Gelegenheit, Bürgermeister Stephan Eiklenborg noch mal an die Unstimmigkeiten zu erinnern: Unmut hatte sich in der Siedlergemeinschaft breit gemacht, dass es nun bereits zwei Jahre in Folge nicht möglich war, am Weihnachtsmarkt in Altmarienhausen teilzunehmen.
Vor zwei Jahren gab es hohe Hürden bei der Konzession, im vergangenen Jahr machten die Siedler angesichts eines Mietpreises von 300 Euro für zwei Hütten plus 100 Euro Standgebühr einen Rückzieher. So viel Reinerlös sei aus den beiden Buden mit Gebäck und Punsch kaum zu erwirtschaften, befürchtete der Vorstand. Da man kein Gewerbebetrieb sei, sondern das Geld der Mitglieder einsetze, habe man das Risiko nicht eingehen wollen, sagte Galli.
Trotz Gesprächen sei die Gemeinde den Siedlern nicht entgegengekommen. Ärgerlich sei auch, dass die Buden nach Weihnachten verkauft worden seien, die Siedler aber keine Informationen erhalten hätten, weil die Verwaltung eine falsche Mailadresse verwendet habe. Gleichwohl wolle sich die Siedlergemeinschaft wieder am Weihnachtsmarkt beteiligen.
Bei Sandes Siedlern ist die Mitgliederzahl konstant: 271 Personen zwischen 22 und 92 Jahren. Gut nachgefragt seien die Gartenberatung, die Rechtsberatung und auch die Energieberatung, berichtete Galli.
Neu vorgestellt wurde Uwe Wispeler als Sicherheitsberater. Für den Festausschuss berichtete Silvia Wesselmann von gelungenen Aktivitäten. Erstmals hat es zu Weihnachten einen Preisskat gegeben, der so gut angenommen worden war, dass er auch in diesem Jahr stattfinden soll. Höhepunkte in diesem Jahr werden eine Fahrt in Sandes Partnerstadt Ueckermünde und die Teilnahme am Festumzug zum 80-jährigen Bestehen Cäciliengrodens sein.
