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Straßen Kaum Interesse an Freizeitweg Mitteldeich

SANDE - Eine der ramponiertesten Straßen in der Gemeinde Sande ist saniert worden – zumindest in weiten Teilen: Der rund zwei Kilometer lange Altendeichsweg in Sande zwischen Kreisstraße 99 und Sanderahmer Straße hat auf mehr als halber Strecke eine neue Fahrbahndecke erhalten.

Über die Arbeiten hat sich jetzt der Sander Fachausschuss für Straßen und Wege vor Ort ein Bild gemacht. Laut Klaus Oltmann von der Gemeindeverwaltung sind die Arbeiten weit fortgeschritten; entlang der Fahrbahn müssten nur noch die Randbereiche endgültig hergestellt werden. Wegen der fehlenden Auskofferung sei der sanierte Altendeichsweg jedoch nicht frostsicher, schränkte Bauamtsleiter Bernd Eickhoff ein.

Zu schwere Fahrzeuge

Der Altendeichsweg ist in der Vergangenheit vor allem durch schwere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen worden. Künftig dürfe ein Milchtanker, der die Straße täglich nutzt, den Altendeichsweg von der K 99 nur leer befahren und schwer beladen nur noch den kürzeren Weg über Sanderahm nutzen.

Die Kosten für die Sanierung des Altendeichswegs gab Oltmann mit 145 000 Euro an; diesen Betrag hat die Gemeinde Sande allein zu finanzieren. Für die Sanierung des „letzten Kilometers“ des Altendeichswegs von Sanderhörne Richtung Autobahnüberführung ist in diesem Jahr kein Geld mehr da; die Sanierung soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Ob und wann der Mitteldeich als alter Freizeit- und Erholungsweg wiederhergestellt werden wird, ist ebenso fraglich. Der Weg zwischen Sanderhörne und der L 815 war früher einmal Schulweg zwischen Cäciliengroden und der alten Volksschule Sanderhörne und ist heute nahezu vollständig zugewachsen und kaum mehr zu nutzen. Zwischen alter Deichlinie und heutiger Grabenkante sei „mit viel Fantasie noch ein Patt zu erkennen“, sagte Klaus Oltmann. Aus Kostengründen wurde stets abgelehnt, den inzwischen nicht mehr nutzbaren Weg wiederherzustellen.


Vor allem der Bürgerverein Sanderahm habe sich seit langem für die Wiederherstellung des Mitteldeichs, der als Bodendenkmal gilt und auf reinem Privatgelände liegt, eingesetzt.

Große Skepsis im Rat

Die Ausschussmitglieder blieben ob des Nutzens des Weges skeptisch, für eine Wiederherstellung Geld in die Hand zu nehmen, das die Gemeinde derzeit ohnehin nicht hat. „Es kommt ja auch kaum jemand dorthin“, erklärte Klaus Oltmann.

Bei seiner Bereisung zu mehreren sanierungsbedürftigen Straßen und Wegen hatte sich der Ausschuss wie berichtet auch die marode Maadebrücke an der Umfangstraße in Mariensiel angesehen. Dort stehen Sanierungs- oder Neubaukosten von mindestens 250 000 Euro im Raum.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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