SANDELERMöNS - Mit einer Demonstration auf dem Hof des Kindergartens in Sandelermöns haben Bürger aus dem jeverschen Ortsteil am Freitagabend für die Einrichtung eines Dorfgemeinschaftshauses und den Erhalt des dortigen Spielplatzes demonstriert.
„Uns lassen die Ereignisse um unseren Dorfmittelpunkt nicht kalt“, betonten die Vertreter des Dorfbürgervereins und des KBV „Min Jeverland“ sowie Ortsvorsteher Martin Tjarks. „Wir würden das Gebäude gerne als Dorfgemeinschaftshaus nutzen, als Stätte der Begegnung und der Heimatpflege“, so Tjarks in seiner Ansprache.
Die Stadt will das Gebäude für mindestens 146 000 Euro verkaufen (siehe Info-Kasten). Bürgerverein und Boßelverein sind bereit, die Immobilie samt Spielplatz eigenverantwortlich zu übernehmen und für die Stadt lastenfrei zu bewirtschaften. „Die Stadt sollte sich überlegen, ob sie damit nicht langfristig besser fährt, als mit einem einmaligen Kauferlös“, so SWG-Ratsherr Udo Albers aus Sandelermöns. Gleichzeitig dankten er und Tjarks der Stadt für offene Gespräche und das Verständnis für die Befürchtungen der Bürger.
Wie berichtet, baut die Stadt Jever derzeit bei der Grundschule im benachbarten Cleverns einen neuen Kindergarten. Während die Stadt argumentiert, dass eine Anbindung des Kindergartens an die Grundschule pädagogisch sinnvoll sei und mit dem Neubau in Cleverns der Kindergarten- und Schulstandort im Außenbereich insgesamt gesichert werde, sorgt sich die Bevölkerung in Sandelermöns um die Attraktivität des Dorfs und die Zukunft des Dorfmittelpunkts.
Der Kindergarten gehört zu einem Ensemble von Spiel- und Sportplatz sowie Boßelerheim. Teilweise werden sanitäre Einrichtungen gemeinsam genutzt.
Der Kindergarten wird in den Herbstferien von Sandelermöns nach Cleverns ziehen.
in Sandelermöns wird von der Stadt Jever im Internet bereits zum Verkauf angeboten. Frühestes Kaufdatum ist der 1. November. Das Mindestgebot liegt bei 146 000 Euro.
das 1939 errichtet und mehrfach modernisiert wurde, gehört ein gut 5000 Quadratmeter großes Grundstück. Die gesamte Nutzfläche umfasst gut 515 Quadratmeter und teilt sich auf in den Kindergarten mit 370 Quadratmetern sowie zwei vermietete Wohnungen mit 66 und 77 Quadratmetern.
zu Wohnzwecken sei ebenso möglich wie die Schaffung von pädagogischen oder sozialen Angeboten. Die Stadt erwarte vom Käufer eine „positive Grundeinstellung zu dem in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Vereinsheim des Boßelvereins“.
