SANDERBUSCH - SANDERBUSCH - Bei der Modernisierung des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch ist gestern ein weiterer Meilenstein gesetzt worden. Im Zentrum für Innere Medizin wurde der zweite Bauabschnitt offiziell abgeschlossen. Er umfasste die Einrichtung 18 moderner Patienzimmer sowie eines Lungenfunktionslabors und einen Chefarzt-, Arzt- und Sekretariatsbereichs.

Zusammen mit dem ersten Bauabschnitt, der bereits im März vergangenen Jahres abgeschlossen wurde, verfügt das Zentrum für Innere Medizin jetzt über 73 Patientenbetten, die auf einer Etage in einem zusammenhängenden Bereich eingerichtet wurden. Alle Zimmer sind mit einem Bad sowie Fernsehapparat, Telefonanschluss und Internet-Zugang ausgestattet. Ein internes Netzsystem ermöglicht es den Ärzten, in den Patientenzimmern bei der Visite per Computer auf alle relevanten Patientendaten zuzugreifen.

Den neu sanierten Bereich wird der Leitende Arzt, Dr. Norbert de Wall, mit seinem Team beziehen. Er ist im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch für die medizinischen Fachdisziplinen Pneumologie, Nephrologie und Allergologie verantwortlich.

Insgesamt wurde eine Fläche von 1150 Quadratmetern modernisiert, saniert und umgebaut. Die Investitionskosten beliefen sich auf mehr als eine Million Euro.

Da die Bausubstanz in dem sanierten Bereich einen Standard der 50-er Jahre aufwies, kamen Modernisierung und Sanierung einem Neubau gleich, betonte Peter Tischer, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Nordwest-Krankenhaus gGmbH. So musste die gesamte Haustechnik wie Sanitär, Heizung, Elektro, Schwesternrufanlage und EDV komplett erneuert werden. Auch der Brandschutz wurde auf den neuesten Stand gebracht. Sämtliche Balkone wurden saniert und sind für die Patienten jetzt wieder nutzbar. In den Zimmern wurden die Fenster mit Sonnenschutzglas ausgestattet.


Mit der Modernisierung wolle das Krankenhaus auf sich rasant verändernde Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen reagieren und seine Wettbewerbsfähigkeit sichern, sagte Geschäftsführer Frank Germeroth. Neben der medizinischen Qualität der Versorgung spiele dabei auch der Komfort eine wichtige Rolle. „Der Trend geht zum Hotelcharakter“, so Germeroth.

Der ärztliche Direktor des Krankenhauses, Professor Dr. Werner-J. Mayet, betonte, dass mit der Modernisierung die Entwicklung medizinischer Kompetenzzentren im Krankenhaus unterstützt werde. Ziel sei, statt kleiner Facheinheiten übergreifende Zentren zu organisieren. Das erhöhe die Qualität und Effizienz der Patientenversorgung und verbessere nicht zuletzt auch die Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals.

Germeroth zeigte sich stolz darauf, dass Zeitplan und Budget eingehalten wurden – zumal die Verantwortung für die Baumaßnahme bei der technischen Abteilung des Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch unter der Leitung von Günther Bauer lag.

Zwei Stationsbereiche stehen jetzt noch auf dem Sanierungsplan. Sie sollen Tischer zufolge Anfang 2007 in neuem Glanz erstrahlen.

Alle Zimmer sind mit Bad, Fernseher und Internet-Anschluss ausgestattet