SANDHATTEN - Zum besten Tier wurde auf der ersten Färsenweide des Bundesverbandes Deutscher Herefordzüchter (BDH) auf dem Hof Eickhorst in Sandhatten die Färse „Kirsche“ des Hatter Rinderzüchters Hergen Eickhorst gewählt. Juroren waren über 70 Züchter dieser Fleischrinderrasse aus dem ganzen Bundesgebiet und Holland, die die noch zum Verkauf anstehenden Jungtiere einer kritischen Beurteilung unterzogen. Diese Färse wurde in der anschließenden Auktion zum Spitzenpreis von 1700 Euro zugeschlagen und bereichert jetzt die Herde von Carsten Rust aus Bad Fallingbostel.

Der BDH veranstaltete erstmals diese Bundes-Färsenweide, um interessierten Züchtern die Möglichkeit zu bieten, die beste Hereford-Genetik aus ganz Deutschland an einem zentralen Ort vorzufinden und zu begutachten. Insgesamt wurden schon im April in Sandhatten 30 Tiere aus verschiedenen Zuchtstätten zusammengebracht, die den Sommer über auf den hiesigen Weiden grasten. Ein besonderer Höhepunkt waren zwei in Schottland gezogene Färsen aus dem Betrieb JRB Wilson & Sons. Belegt wurden die Färsen von dem in Schottland gezogenen Bullen Romany 1 Classic R5 C14, der sich im Besitz von Hergen Eickhorst befindet. Dieser Vererber bietet eine neue Genetik (Dorepoll 1 Royalist x Free Town Longfellow) und machte die Färsen für die Züchter und Neueinsteiger besonders interessant.

Abschluss der Färsenweide war die Auktion von 19 ausgewählten tragenden Färsen. Die Tiere standen ab 14 Uhr zur Besichtigung bereit und wurden anschließend von der BDH-Zuchtleiterin Dr. Margret Roffeis einzeln und in Bewegung vorgestellt. Um 19 Uhr begann der Verkauf durch den Auktionator Torsten Kirstein von „Masterrind“ aus Verden, der noch einmal die Vorzüge und Leistungsdaten pro Tier herausstellte und sie meistbietend an den Käufer brachte.

BDH-Vorsitzender Wolfgang Maschke freute sich über die guten Zuchtergebnisse und begrüßte, dass alle Herdbuchtiere zu einem Durchschnittspreis von 1323 Euro neue Besitzer gefunden haben. Bei den drei verkauften Vorbuchtieren lag der Preisschnitt bei 883 Euro. Auch Hergen Eickhorst konnte zufrieden sein, denn fünf Färsen stammen aus seiner Zucht. Bei ihm bedankte sich Maschke für die exzellente Vorbereitung der Veranstaltung mit einem wertvollen Holzstich aus dem Jahr 1857, bei Zuchtwartin Roffeis für die Präsentation der Tiere und bei Fred Eickhorst für die Zurverfügungstellung des Hofes mit einem Hereford-Wein aus Argentinien.

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www.hereford-deutschland.de.