SANDKRUG - Zahlreiche Betriebe in der Oldenburger Region hatten am Mittwoch, dem diesjährigen Tag des Ausbildungsplatzes, intensive Kontakte mit Beratern der Arbeitsagentur. Christian Berndt vom Arbeitgeber-Service der Oldenburger Arbeitsagentur erörterte mit Meike Gabriel-Steckel, Chefin von Feinkost Gabriel in Sandkrug die Ausbildungssituation.
Für viele Betriebe wird es künftig schwieriger, genügend Auszubildende zu finden, stellte Berndt fest. Die Zahl der Ausbildungsplatzbewerber sinkt, die der benötigten Fachkräfte steigt. Wer sich den Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften sichern will, muss jetzt umdenken und die Potenziale junger Menschen nutzen, die nicht auf den ersten Blick gute Schulnoten oder besondere Fähigkeiten aufweisen, erklärte der Experte.
Wir erwarten keine besondere Qualifizierung, sondern einen soliden Hauptschulabschluss, sagte Gabriel-Steckel. Für sie ist eine positive Grundeinstellung zum gewählten Beruf, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit wichtiger als glänzende Zensuren. Feinkost & Partyservice Gabriel bildet seit 2003 kontinuierlich im Bereich Verkauf und zur Fachkraft im Gastgewerbe aus. Alle Auszubildenden haben die insgesamt zwei Jahre dauernde Ausbildung erfolgreich absolviert.
Zurzeit sind jeweils zwei Nachwuchskräfte im ersten und zweiten Ausbildungsjahr beschäftigt. Ich kann Jugendlichen nur empfehlen, sich rechtzeitig um ein betriebliches Praktikum zu kümmern. Betriebe merken sehr schnell, welche Talente, die sich in keiner Schulnote widerspiegeln, vorhanden sind, betonte Gabriel-Steckel.
Betriebe, die sich beraten lassen und einen persönlichen Vorschlag für ihre offene Ausbildungsstelle erhalten möchten, erreichen den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter Telefon 01801 /66 44 66 oder per E-Mail an oldenburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de.
