Sandkrug - Wie können Wegränder der Gemeinde naturnäher bepflanzt werden? Zu dieser Frage hat Michael Beneke vom Planungsbüro AG Tewes im jüngsten Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt einen Vortrag gehalten. Ausschlaggebend dafür war ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen. Diese hatten sich einen Sachstandsbericht bezüglich der Rückgewinnung und Wiederanpflanzung von Wegeseitenrändern gewünscht.

Zwar hatten sich alle Ausschussmitglieder dafür ausgesprochen, den Vortrag hören zu wollen. Zufrieden waren die Kommunalpolitiker anschließend jedoch nicht.

Der Landschaftsentwickler Beneke bezog sich in seinen Ausführungen vor allem auf zwei Flächen: Kiebitzweg und Haferkampfstraße. Am Kiebitzweg stelle sich das Planungsbüro Eichen vor, die zweite Fläche könne durch eine Strauch­hecke aufgewertet werden. „Diese niedrigen Gewächse sind ein guter Rückzugsort für Wiesenvögel“, so Beneke. Helmut Rücker bemängelte: „Ich habe mir vorgestellt, dass die gesamte Gemeinde in den Blick genommen wird und nicht nur zwei Straßen.“ Er habe erfahren wollen, welche Flächen genau der Gemeinde gehörten und welche Landwirten.

Auch Hajo Töllner von der SPD reichten die Infos nicht. Er schlug vor, das Stichwort Biotop-Vernetzung mit in den Blick zu nehmen, wenn das Projekt weiter verfolgt wird. Parteikollege Axel Brammer ergänzte: „Wir brauchen eine Übersicht aller Kompensationsflächen. Da müsste man die Katasterdaten doch einfach drüberlegen können.“

Beipflichten konnte ihm da Johannes große Beilage (Grüne): „Das muss alles kartographisch für die Gemeinde aufgearbeitet werden.“ Andreas Richter (Freie Hatter Liste), resümierte: „Schade. Ich wäre in dem Punkt gern weiter in der Planung.“ Beschlossen wurde, eine gesonderte Sitzung anzuberaumen und weiter zu beraten.


Gesucht wurde zudem ein Straßenname für das neue Baugebiet Findlingsweg. Der Bürgermeister sprach sich dafür aus, zu Ehren des ehemaligen Ortsbrandmeisters Ralf Blancke die Erschließungsstraße „Blanckeweg“ zu nennen. Richter schlug hingegen vor, sich an der alten Hofstelle Einemann zu orientieren und die Straße „Einemanns Weg“ zu nennen. Töllner sähe es lieber, sich an Schriftsteller oder Gräserarten zu halten. Der Name Blancke, so große Beilage, könne vielleicht eher im Zusammenhang mit dem neuen Feuerwehrhaus genannt werden. Dem stimmten die Ratsmitglieder bei zwei Enthaltungen ebenso zu wie dem Namen „Einemanns Weg“.