SANDKRUG - Ein offen stehendes Fenster im Obergeschoss hatte den Verdacht von Oberkommissar Harald Brinkmann erregt. Als er in der vergangenen Woche auf dem Weg zum Dienst am historischen Gasthof Sandkrug vorbeikam, bemerkte er das offene Fenster und informierte die Eigentümer.

Als die nachschauten, fanden sie Spuren von ungebetenen Gästen: Unbekannte waren in der Zeit zwischen dem 15. und 19. Februar vermutlich über das Dach und den Innenhof eingestiegen und hatten randaliert (NWZ berichtete).

Als die Polizei dann den Tatort besichtigte, bot sich ein Bild der Zerstörung. „Die haben gehaust wie die Vandalen“, beschreibt Brinkmann das Bild. Lampenschirme, Vitrinen, Geschirr – was zerbrechlich war, haben die Täter zerbrochen. Im Obergeschoss, wo die Gästezimmer des ehemaligen Hotels liegen, wurden Waschbecken aus der Wand gerissen.

Gestohlen wurde anscheinend nichts, „die Sachbeschädigung stand im Vordergrund“, ist Brinkmann überzeugt. Als Täter vermuten die Beamten Jugendliche. Dass niemand den Lärm bemerkt hat, liegt nach Brinkmanns Vermutung daran, das hauptsächlich Räume an der Rückseite des Gebäudes betroffen waren.

Mit dem Einbruch rückt auch die Zukunft des historischen Gebäudes wieder ins Blickfeld. Seit 2004 ist der Gasthof geschlossen, eine damals geplante Neueröffnung war kurzfristig abgesagt worden. Der Gasthof gehört der Oldenburger Hoteliers-Familie Kruse, die mehrfach erklärt hat, das Anwesen solle als Gasthof und Hotel weiter bestehen. Zur aktuellen Situation und zur Zukunft des Hauses möchte sich die Familie zurzeit aber nicht äußern.


Zeugen des Einbruchs können sich unter 04481/8888 bei der Polizei melden.