SANDKRUG - In den Ameisenwald des Barneführerholz bei Sandkrug führte Helge Kirchner, Vorsitzender der Ameisenschutzwarte Oldenburg, interessierte Naturfreunde. Bei dem rund zweistündigen Spaziergang referierte Gert Habermann, Vorsitzender des Landesverbands der Ameisenschutzwarte, an verschiedenen Stationen.
Verschiedene Themen
Themen waren dabei zum Beispiel die Bedeutung des Waldrandes für die Artenvielfalt, die modernen Ansätze der ökologischen Forstwirtschaft, die Renaturisierung eines Moores im Barneführerholz und die Vernetzung und Abhängigkeit von verschiedenen Pflanzen und Tieren des Waldes. Den roten Faden, der sich durch den gesamten Vortrag zog, bildeten dabei die Waldameisen.
So erfuhren die Teilnehmer zum Beispiel, dass die Ameisen täglich viele hundert Raupen sammeln würden und dadurch für den Förster wie eine Art Waldschutzpolizei fungieren. Außerdem „zählen Waldameisen, wie Bienen und Wespen, zu den sozialen Insekten“, so Kirchner. Die Arbeitsteilung sei das Geheimnis des erfolgreichen Miteinanders der Waldameisen.
Die Teilnehmer der Exkursion setzten sich anschließend im gegenseitigen Austausch mit den Aufgaben und Zielen des Wirtschaftswaldes auseinander. Sehr deutlich seien den Naturfreunden dabei die ökologischen Vorteile des altholzreichen und strukturreichen Mischwaldes geworden, so Kirchner.
Lebensräume erhalten
Gert Habermann ging zudem kurz auf die nach dem Waldgesetz vorgegebenen „Ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“ ein. Darin enthalten seien unter anderem die Förderung artenreicher Waldränder, der Schutz von Flora und Fauna und der Erhalt besonderer Waldlebensräume als Rückzugsraum bedrohter Arten, so Kirchner. Zum Abschluss der Exkursion stärkten sich die Teilnehmer mit einem kleinen Imbiss.
