SANDKRUG - „Das ist wirklich ein Jammer“, sagt Manfred Schönwolf. Der Vorsitzende des Orts- und Bürgervereins steht vor dem historischen Gasthof in Sandkrug. Seit nahezu sechs Jahren steht das Gebäude jetzt leer und eine neue Nutzung zeichnet sich noch immer nicht ab. „Das ist für das Ortsbild unerträglich“, bestätigt auch Klaus Dallenga, der zweite Vorsitzende. „Wir sind machtlos.“ Manfred Schönwolf würde sogar selbst Hand anlegen. „Wenn wir 20 Jahre jünger wären, würden wir den Biergarten ja selbst in Betrieb nehmen“, erzählt er schmunzelnd.
Die Idee von Bürgern und Geschäftsleuten, aus dem leerstehenden Gebäude ein Mehrgenerationenhaus zu machen, zerschlug sich bekanntlich (dieNWZ
berichtete). Trotzdem haben Dallenga und Schönwolf die Hoffnung noch nicht aufgegeben. „Die Pläne habe ich noch zu Hause“, sagt Schönwolf. Potenzielle Investoren könnten sich gern bei ihm melden (Telefon 04481/8716). Denn in einem sind sich die beiden einig: Sie wünschen sich eine weitere Nutzung des Gebäudes. „Das wäre wichtig für ganz Sandkrug, wenn in dem Haus Betrieb wäre“, betont Schönwolf.Auch Bürgermeisterin Elke Szepanski bedauert den Leerstand im Sandkruger Zentrum: „Das ist eine Sache, die uns alle bewegt.“ Am liebsten hätte die Gemeinde es gesehen, wenn die Gastronomie erhalten geblieben wäre, meint Szepanski. Alle Gespräche seien bislang jedoch im Sande verlaufen. „Ein Leerstand an solcher Stelle tut dem Ort leider nicht gut“, fügt die Bürgermeisterin hinzu. Sie setzt nun alle Hoffnungen auf eine mögliche Teilnahme an der Dorferneuerung: „Wenn wir das schaffen, wäre der Gasthof auf jeden Fall ein Thema.“
Die Eigentümerin des Gebäudes ist inzwischen Gisela Kruse, die den Gasthof von ihrem Mann August erbte. Auf eine
