Sandkrug - „Sandkruger Futterkorb“, so heißt ein zurzeit besonders beliebtes Produkt des Naturschutzbundes in Hatten. „Das ist unser Renner“, sagt Wolfgang Riemer. Der Nabu-Sprecher hat das ungemein effiziente Futtergestell auch im eigenen Garten hängen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Meisenknödeln hängen hier teilweise mehr als eine Handvoll Vögel an der Futterquelle und picken genüsslich die Mischung heraus. Ein Kilo Haferflocken und ein Kilo Frittierfett ergeben eine Portion, die reichlich Energie liefern. Ökologisch auch positiv: Nichts muss weggeschmissen werden: Nachfüllsätze kosten fünf Euro und können beim Nabu Hatten über die Homepage (www.nabu-hatten.de) nachbestellt werden. Mit Gestell kostet der Sandkruger Futterkorb 10,50 Euro.
Kröten für Munderloh
Bessere Lebensbedingungen für Amphibien soll ein 2017 gestartetes Projekt in Munderloh schaffen. In einem Waldstück liegende Teiche werden mit Hilfe des Amphibienspezialisten Wilfried Vogel soweit freigelegt, dass ausreichend Sonne das Wasser erwärmen kann. Hier sollen dann Knoblauchkröten wieder angesiedelt werden. Der sandige Untergrund sei dafür ideal, so der Nabu. Im Frühjahr 2019 sollen Kaulquappen aufgezogen und im Sommer eingesetzt werden.
Blumen fürs Rough
Eine Kooperation hat der Nabu nach Angaben von Helmuth Koopmann auch mit dem Golfplatz Oldenburger Land in Dingstede begonnen. Auf den sogenannten Roughs, abseits der eigentlichen Spielbahnen, sollen auf 300 m² Wildblumenmischungen ausgesät werden, die der Nabu zur Verfügung stellt. Außerdem sollen mehrere hundert Nistkästen an den Bäumen auf dem 61 ha großen Gelände angebracht werden. Nach und nach sollen auch die Teiche als Lebensraum für Amphibien optimiert werden. „Ein ganz großes Projekt für die nächsten Jahre“, so Koopmann.
Neuer Naschgarten
Gefragt ist der Nabu in diesem Jahr auch bei der Umwandlung des Spielplatzes Pappelallee in Streekermoor in einen Obst-Naschgarten mit Insektenhotel, Nistkästen, Infotafeln sowie Bänken und Tischen zum Verweilen.
Wettbewerb läuft
Im April und August besucht eine Jury insgesamt 55 Gärten in der Gemeinde, die beim vor gut vier Monaten gestarteten Wettbewerb mitmachen. Ziel ist es, die Gärten wieder stärker als Nahrungsquelle für viele nützliche Insekten zu machen – davon profitieren am Ende auch die Vögel und Menschen. Die besten Ergebnisse werden im Herbst prämiert.
Gelegenheit, Pflanzen für den Garten zu kaufen, bietet am Samstag vor Karfreitag, 24. März, der Staudenflohmarkt vor der Ev. Kirche. Wer auch verkaufen möchte, kann sich schon jetzt melden (helmuth.koopmann@gmail.com).
Der Nabu Hatten besteht seit fünf Jahren. Aus 130 Mitgliedern im Gründungsjahr wurden mittlerweile 240. Aktiv arbeiten etwa 60 regelmäßig bei Aktionen der Arbeitsgruppe mit. Die Treffen finden an jedem ersten Donnerstag eines Monats um 19.30 Uhr im Pfefferkorn, Bahnhofstraße 11, in Sandkrug statt. Seit drei Jahren gibt es auch eine Jugendgruppe (Naju). Sie trifft sich im Winter im Werkraum der Waldschule (Kontakt:
Viele Nistkästen
Nistkästen werden in den nächsten Monaten auf vielen öffentlichen Flächen angebracht: im Bürgerpark, dem Schulhof der Grundschule Sandkrug, der Pappelallee und an der Wildeshauser Straße (nahe Kreisel).
Zu den Seehundbänken
Die Sommerfahrt führt mit einem Kutter auf die Insel Spiekeroog. Geplant sind u.a. ein Besuch der Seehundbänke und ein Schaufischen. Die Leitung hat Silke Kreusel. 50 Plätze sind frei, Nabu-Mitglieder haben Vorrang (Anmeldung per Mail an Helmuth Koopmann). Los geht’s mit dem Bus ab Sandkrug.
