SANDKRUG/WILDESHAUSEN - Der Gemeinderat arbeitet seit langem daran – jetzt kommt Verstärkung vom Jugendparlament. Sechs Jungen und Mädchen aus dem Gremium waren am Donnerstag bei Landrat Frank Eger in Wildeshausen um sich für eine Ampel an der Kreuzung Kiebitzweg/ Hatter Weg/Barneführerholzweg einzusetzen.
Vorher hatte eine Arbeitsgruppe des Jugendparlamentes mit Kindergartenkindern, Eltern und Erziehern gesprochen. Vor allem Kindergartengruppen überqueren den Hatter Weg an dieser Stelle häufig bei ihren Spaziergängen. Die Kinder malten Bilder, von den Eltern gab es Tonaufnahmen. Aus diesem Material hatte das Jugendparlament eine Präsentation erstellt, die den Landrat bewegen sollte, seine Position zur lange geforderten Ampel zu überdenken.
Zur Unterstützung waren Bürgermeisterin Elke Szepanski, ihre Allgemeine Stellvertreterin Heike Kersting sowie die Ratsmitglieder Susann Kügler (Grüne) und Jens Büsselmann (CDU) mit nach Wildeshausen gefahren.
Landrat Eger verwies auf eine für das Frühjahr geplante Verkehrszählung, bei der neue Zahlen die Situation ändern könnten. Er erklärte seinen Besuchern aber auch, dass es nicht ganz einfach sei einen Platz für die Ampel zu finden.
Darum, so Bürgermeisterin Elke Szepanski wolle sich die Gemeinde schon im Vorfeld kümmern um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Für Christin Bolling vom Jugendparlament war der Besuch beim Landrat ein Erfolg: „Erst mal war es schon aufregend für uns, wir sehen den Landrat ja nicht jeden Tag.“ Frank Eger habe die Jugendlichen und ihre Anliegen ernst genommen, glaubt Christin. „Er hat uns genau erklärt, wo die Probleme sind“, sagt sie.
Jetzt hoffen die Mitglieder des Jugendparlamentes natürlich, dass ihr erstes großes Projekt auch Erfolg hat. „Wir denken bei der Verkehrszählung wird sich zeigen, dass die Ampel notwendig ist“, glaubt Christin. Aber selbst wenn die Zahlen etwas anderes sagen sollten: Für das Jugendparlament stehe fest, dass die Ampel gebraucht wird.
Nach der Gründung des Jugendparlaments hatten die Mitglieder im vergangenen Jahr Kinder und andere Jugendliche im Ort nach Sorgen, Problemen und Wünschen befragt. Der Ruf nach einer Ampel am Kiebitzweg stand dabei relativ weit vorn auf der Liste.
