SANDTANGE - SANDTANGE/SO - Pannemanns Tafeläpfel, Zwetschen der Sorte „Von Nancy“ sowie Birnen und Kirschen wachsen künftig auf einer 3000 Quadratmeter großen Fläche, die Karl Claußen am Wietingsweg in Sandtange zur Verfügung gestellt hat. Claußen hat dort jetzt gemeinsam mit Helfern der Dorfgemeinschaft 30 Bäume hochstämmiger alter Obstsorten in die Erde gebracht. 16 Bäume aus vier verschiedenen Apfelsorten (u. a. Boskoop und Jakob Lebel), vier Birnenbäume („Köstliche von Charneu“), vier Zwetschenbäume sowie sechs Kirschbäume der Sorten „Oktavia“, „Regina“ und „Valeska“ wurden eingepflanzt.

„Der Standort ist optimal“, freute sich der Vorsitzende der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg, Eilert Tantzen, der das Ergebnis der Pflanzaktion jetzt in Augenschein nahm. Die Naturschutzstiftung finanziert die Anschaffung der Bäume mit 600 Euro.

Das Förderprogramm zur Neuanlage und Pflege von alten Obstbaumbeständen auf Privatflächen im dörflichen Bereich besteht bereits seit 1992. Bislang wurden etwa 260 Obstgärten und Streuobstwiesen im Außenbereich des Landkreises gefördert. Dafür wurden rund 110 000 Euro aufgewendet. In den vergangenen Jahren musste das Programm aufgrund begrenzter Haushaltsmittel etwas zurückgefahren werden. Schon jetzt liegen für das Jahr 2006 so viele Anträge vor, dass die zur Verfügung stehenden Stiftungsmittel ausgeschöpft sein werden. Dabei arbeitet die Stiftung mit der Baumschule Schachtschneider in Aschenstedt zusammen. Je Baum werden etwa 20 Euro gezahlt.

„Obstbäume haben, besonders wenn sie alt werden, einen hohen ökologischen Wert“, betonte Eilert Tantzen. „Sie dienen mit ihren Blüten und Früchten zum Beispiel Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, Igeln, Hasen und anderem Niederwild.“ Besonders wertvoll seien die alten Obstbäume auch als Ruhestätte und Nistplatz für Wildvögel, vor allem für den stark gefährdeten Steinkauz.