Ramsloh - Dass der Kirchweg sowie der Utender Damm saniert werden müssen, darüber herrscht Einigkeit im Rat der Gemeinde Saterland. Angesichts der Kosten, die auf Gemeinde und Bürger zukommen, hat die Fraktion der SPD/Grüne nach Ramsloh eingeladen, um sich über Verfahren des Straßenbaus auf wenig tragfähigen Böden zu informieren. Diplom-Ingenieur Dr. Helge Beyer sprach vor rund 30 Interessierten.

Das konventionelle Verfahren würde einen vollständigen Bodenaustausch vorsehen: „Der nicht tragfähige Untergrund wird bis zur tragfähigen Bodenschicht entfernt und mit Sand aufgefüllt“, erklärte Beyer. Auf dem Sand werde dann der Asphalt aufgetragen.

Für den 1. Gemeinderat Wilhelm Hellmann ist dies die realistischste Variante: „Die Schicht des nicht tragfähigen Untergrundes ist eineinhalb bis zwei Meter dick, bei den anderen Maßnahmen wird von 20 bis 30 Metern ausgegangen.“ Die Kosten für dieses Verfahren liegen laut Hellmann bei 475 000 Euro für den Kirchweg und 608 000 Euro für den Utender Damm. Die Förderanträge beim Amt für Landentwicklung habe die Gemeinde bereits eingereicht. Der Rat muss aber noch über das Verfahren abstimmen.

Alle anderen Maßnahmen würden nach Hellmanns Ansicht deutlich teurer werden und seien somit nicht wirtschaftlich: „Wir wären froh, wenn es eine kostensparendere Variante geben würde, aber unter den derzeitigen Voraussetzungen ist dies nicht möglich“, verdeutlichte Hellmmann.

Dennoch seien die Ausführungen des Experten aus Hannover sehr interessant gewesen. Beispielsweise sei es möglich, Schaumbeton einzusetzen, in dem sich Luftblasen befinden. Dadurch wird der Beton leichter. „Andernorts werden auch Sand und Baustoffgemische eingesetzt mit Geokunststoffen oder Asphalt mit Asphalteinlagen, um ein Absacken der Ränder zu verhindern“, sagte Beyer.