SANNUM - Das, was Sie machen, das ist vorbildlich, zeigte sich Heiner Pott, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, am Freitag schwer beeindruckt von der Arbeit auf Gut Sannum. In Begleitung des CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley informierte er sich über die Einrichtung, die zurzeit 149 Menschen mit geistigen und seelischen Beeinträchtigungen bzw. Mehrfachbehinderungen im Alter von 18 bis 90 Jahren vor Ort bzw. in Außenwohngruppen betreut. Dies immer mit dem Anspruch, sie soweit wie möglich in das normale Leben zu integrieren, wie die stellvertretende Geschäftsführerin des Bezirksverbandes Oldenburg, Karin Harms, betonte.
Heiner Pott ist zurzeit Verhandlungsführer der Bundesländer in Sachen Inklusion. Es sei interessant zu sehen, welche Fortschritte dieser Bereich mache, um Menschen mit Behinderungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Mit immer wieder neuen Ideen wird daran auch in Sannum gearbeitet. Mit Erfolg.
Die Besonderheit in Sannum ist, dass es hier vor Ort schon zahlreiche Beschäftigungs- und Arbeitsmöglichkeiten gibt. Hans-Werner Kuhlmann verwies auf die Landwirtschaft mit 400 Mastschweinen und 450 Hühnern, auf die Bioland-Gärtnerei und das Café Sannum sowie die Kreativbereiche. Gerade die Tätigkeit in Landwirtschaft und Gärtnerei bringt für viele Bewohner sehr viel. Das praktische Tun tue der Seele gut, wusste auch der Staatssekretär.
Wie gut es mit der Teilhabe der Bewohner am normalen Leben klappt, betonte Heike Wolters-Becker vom Förderkreis Leben und Arbeiten in Sannum. Sie berichtete von der tollen Integration ins Dorfleben. Wenn erst einmal der Kontakt da sei, würden die Menschen schnell merken, dass man von den Bewohnern auch viel zurückbekomme.
Vorgestellt wurden die Pläne für das neue Pflegeheim mit 36 Plätzen. Und auch die Umgestaltung des Außenbereichs im Zuge des Projekts Gut Sannum Freiraum für alle (
