SATERLAND - Drei Gärten, ein Atelier - drei offene Pforten und eine geöffnete Tür. Das erwartet die Besucher bei der „1. Offenen Gartenpforte“ im Saterland am Sonnabend, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni. Jeweils von 11 bis 18 Uhr öffnen an dem Wochenende Annelen Heyens aus Ramsloh, Thekla Schulte aus Bokelesch, und Karin Thoben aus Scharrel ihre Gärten für die Öffentlichkeit. Zudem beteiligt sich Gundel Teller aus Strücklingen mit ihrem Atelier im Igelhof an der Aktion.

Pro Garten erbitten die Frauen einen Beitrag von zwei Euro für ihre Bemühungen. „Bezahlen brauchen aber natürlich nur die, denen es bei uns gefällt“, sagt Annelen Heyens, die die Idee zu der offenen Gartenpforte hatte. „Meine Schwägerin ist Fotografin und nutzt unseren Garten oft für Hochzeitsfotos“, berichtet Heyens. Dabei erhalte sie sehr positive Rückmeldungen. Diese bestärkten sie darin, nun ein Wochenende der offenen Gartenpforte zu organisieren. So etwas habe es bisher im Saterland noch nicht gegeben, so die Naturliebhaberin.

Die Suche nach Mitstreiterinnen sei dabei nicht so einfach gewesen, berichtet die Ramsloherin: „Der eigene Garten ist eben doch etwas Intimes.“ Umso glücklicher ist sie, dass sich nun drei Frauen gefunden haben, die sie bei der Aktion unterstützen. Die vier Veranstaltungsorte wurden so gewählt, dass sich eine Fahrradtour von Garten zu Garten geradezu anbietet.

Naturfreunde kriegen dabei einiges geboten. Annelen Heyens’ naturnah gestalteter Garten in Ramsloh lockt mit vielen Buchspflanzen, einem Insektenhotel und einem idyllischen Naturteich, der sich auch zum Schwimmen eignet. Thekla Schulte bietet in Bokelesch einen Bauerngarten mit Funkien und einem alten Baumbestand aus Eichen und Obstbäumen. Bei Karin Thoben in Scharrel erwarten die Besucher unzählige Rosen, eine großer Gemüsegarten und eine Teichanlage. Dazu stellt Gundel Teller in ihrem Strücklinger Atelier vielfältiges Kunstgewerbe aus.

Die Frauen bieten keine Führungen durch die Gärten an, sondern lassen die Gäste frei umherstreifen. Da Annelen Heyens solch eine Aktion zum ersten Mal organisiert, ist sie entsprechend aufgeregt: „Es ist schon ein Wagnis, aber ich bin eben leidenschaftliche Gärtnerin.“ Folglich blickt sie mit Vorfreude auf das letzte Juni-Wochenende. Zum Gelingen der „1. Offenen Gartenpforte im Saterland“ fehlen ihr dann nur zwei Dinge: viele Besucher und gutes Wetter. „Aber das wird schon klappen“, gibt sich Heyens optimistisch.