Christian Meyer ist der unglaubwürdigste Minister, den Niedersachsen je hatte. Wenn er jetzt behauptet, dass die Änderung des LROP-Entwurfs von Juli 2014 nichts zu bedeutet hat, warum macht der dann so etwas? (...) Zurzeit blamiert er sich mit jeder Aussage, weil in den Erläuterungen zum LROP etwas ganz anderes steht. Er bereitet zigtausend Menschen schlaflose Nächte und schürt Ängste (...).
Nicht die Bevölkerung hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht, sondern einzig und allein Herr Meyer. (...) Die Politik sollte Schaden von den Menschen abwenden und nicht zufügen. In Bezug auf die alten und ungenauen Karten ist dem Landwirtschaftsministerium wohl keine dümmere Ausrede eingefallen. Jedes Katasteramt gibt aktuelles Kartenmaterial heraus – bis auf den Meter genau!
Zur Erinnerung: Das Gebiet von der Holländischen Grenze bis Wildeshausen war das Armenhaus Deutschlands. Hier gab es große abgetorfte Flächen und neue kamen hinzu. Nach dem Krieg kamen fast 150 000 Vertriebene und Flüchtlinge in dieses arme Land, indem es keine Arbeit und nur unzureichende Wohnungen gab. Erst mit der Gründung der Emsland GmbH im Jahre 1950, der acht Landkreise sowie die Bundesrepublik und das Land Niedersachsen angehörte, kam die Wende. Die Emsland GmbH war die koordinierende Stelle bezüglich Planung und Finanzierung landeskultureller Vorhaben. (...)
Heute ist dieses Gebiet ein moderner europäischer Wirtschaftsraum mit einer enormen Wirtschaftskraft und der geringsten Arbeitslosenzahl. Insgesamt sind 168 landwirtschaftliche Siedlerstellen nach 1947 neu entstanden und zahlreiche Aussiedlerbetriebe.
Würde das LROP in dieser Form beschlossen, wären der größte Teil dieser Höfe betroffen. Es sind überwiegend mittelständische Familienbetriebe, die Herr Meyer doch eigentlich fördern wollte. Hoffentlich siegt der gesunde Menschenverstand.
