Wildeshausen - Am Sonntag, 29. Mai, lädt das Niedersächsische Forstamt Ahlhorn wieder zur Schafschur auf das Pestruper Gräberfeld in Wildeshausen ein. Zwischen 11 und 17 Uhr wird der Schafscherer die langhaarigen Moorschnucken publikumswirksam „entkleiden“. Dazu sind das Forstamt und das Waldpädagogikzentrum Weser-Ems mit Informations-ständen vertreten und die Spinngruppe aus Hatten wird die traditionelle Verarbeitung der Schafwolle vorführen. Für das leibliche Wohl gibt es Rostbratwurst vom Grill sowie Kaffee und Kuchen.

„Neu sind in diesem Jahr zwei halbstündige Exkursionen zur Heidebewirtschaftung, die wir um 12 Uhr und um 14.30 Uhr erstmals anbieten“, erläutert Heiner Brüning von der Revierförsterei Barnstorf die Planung. „Die Veranstaltung lässt sich gut mit einem Spaziergang über das frühlingshafte Gräberfeld verbinden. Sie ist wegen der familiären Atmosphäre auch bestens für Kinder geeignet und lässt sich gut mit dem Fahrrad erreichen.“

Mit der Schafschur geht die Frühjahrsbeweidung des Pestruper Gräberfeldes und auf der ebenfalls geschützten Heidefläche um das Großsteingrab „Glaner Braut“ zu Ende. Im elften Jahr tragen die Moorschnucken des Schäferhofes Teerling zum Erhalt der Heide auf dem Gräberfeld bei. Seit sechs Jahren wird auch die „Glaner Braut“ beweidet, um Pfeifengras und Baumaufwuchs zurückzudrängen.

Während Hobbyschäfer Detlef Helmers auf dem Gräberfeld die Schafe frei hütet, werden die Tiere auf der Glaner Heide im Wanderzaun gehalten. Im Herbst werden beide Gebiete wieder beweidet.

Das Pestruper Gräberfeld ist mit dem Auto über die Kreisstraße 248 von Wildeshausen Richtung Colnrade/Goldenstedt zu erreichen. Nach circa 1,5 Kilometer folgt ein ausgeschilderter Parkplatz. Wegen des zu erwartenden Besucherandranges empfiehlt das Forstamt Besuchern aus der Nähe, zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen. Von der Wildeshauser Stadtmitte bis zum Schafstall sind es nur knapp drei Kilometer.