SCHARREL - Der Meyer-Hof hat eine neue Halle: Diese wurde jetzt im Beisein zahlreicher Gäste feierlich eingeweiht. Auch Pfarrer und Verwaltungsratsvorsitzender Leo Simon aus Altenoythe war ins Gewerbegebiet am Krähenweg gekommen und gab dem Gebäude seinen Segen. „Haben Sie Freude an der Arbeit. Entfalten Sie ihre Persönlichkeit mit all ihren Fähigkeiten“, gab Pfarrer Simon den anwesenden Auszubildenden mit auf den Weg.

Vorstandschef Michael Bode freute sich über die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen durch die neue Halle: „Mit dem Neubau steht nun ein angemessener Ausbildungsort für die Menschen mit Vermittlungshemmnissen zur Verfügung.“

Das Gebäude ist vor allem für die Holzverarbeitung gedacht. Die Tischler-Ausbildung ist in der vom Caritas-Verein Altenoythe geführten Einrichtung zwar nicht neu. Bisher erfolgte sie im ehemaligen Feuerwehrhaus in Scharrel. Doch der Neubau bietet wesentlich bessere Möglichkeiten für die Ausbildung.

Seit über zehn Jahren werden überwiegend junge Leute mit Vermittlungshemmnissen auf dem Meyer-Hof ausgebildet und in Arbeitsstellen vermittelt. Die Einrichtung bildet derzeit rund 90 junge Leute zu Metallbearbeitern, Holzbearbeitern, Gartenbaufachwerkern und Helfern im Gastgewerbe aus.

„Unsere Beschäftigten werden nach dem dualen System ausgebildet“, sagte Ralf Sinnigen, der die Scharreler Einrichtung leitet. „Großen Wert legt der Meyer-Hof in der Ausbildung auf das richtige Praktikum in einem Handwerksbetrieb und den Besuch der Berufsschule“, so Sinnigen.


Die Betriebe seien mit den Jugendlichen häufig sehr zufrieden, da gezielt auf die Bedürfnisse des Betriebes hingearbeitet werde, so der Einrichtungsleiter. Die Vermittlungsquote liege bei 85 Prozent. In den drei Jahren der „Lehrzeit“ werden die Azubis von den Tischlermeistern Arnold Schulte und Wolfgang Banemann sowie von Sozialpädagogin Sarah Heyens betreut. Bei der Arbeit werde großer Wert auf Qualität gelegt. Die Holzprodukte, angefangen vom Schreibtisch bis hin zum Garderobenständer, werden zwar nicht für Firmen, aber schon gar nicht für die „Tonne“ gefertigt, wie Sinnigen sagt, sondern für den Eigenbedarf der verschiedenen Caritas-Einrichtungen.