SCHARREL - Die Freude war riesengroß, als am Sonnabend Scharrel als Kreissieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ feststand. Doch auf den Lorbeeren dieses Sieges ruhen sich die Scharreler nicht aus. Wilfried Pörschke, Vorsitzender des Bürgervereins Scharrel, erklärt, was im Ort noch ansteht: „Wir planen eine Waldbühne am Mai­glöckchensee und ein Feuerwehrhaus, so wie es früher in Scharrel stand.“

Dass es weitergehen muss in Sachen Dorfentwicklung ist für Pörschke selbstverständlich. Schließlich kommt im Frühjahr 2012 die nächste Kommission, die den kleinsten Ort des Saterlandes auf Bezirksebene bewertet. Danach folgt der Landesentscheid, letztendlich der Wettbewerb auf Bundesebene. „Die Entscheidung wird dann 2014 gefällt“, weiß Pörschke. Bis dahin sei noch Zeit, die genannten Vorhaben im Ort umzusetzen, meint Pörschke. Bislang habe sich das Engagement der Scharreler bezahlt gemacht. Abgeschlossene Maßnahmen seien die Errichtung des Ehrenmals oder der Wanderweg, die zum jetzigen Sieg beigetragen hätten. Des Weiteren sei die Umgestaltung des Dorfparks und von Pastors Garten in Planung. Doch auch die bereits vorhandenen „Highlights“ im Ort, wie der Mittelpunkt im Dorf mit Kirche, Mühle, Bahnhof und Dorfgemeinschaftshaus ,hätten für Pluspunkte bei der Bewertung gesorgt. Nicht zuletzt sei auch das Saterfriesische, das in Kindergärten und Schulen unterrichtet werde, wichtiges Aushängeschild des Ortes.

Glückwünsche für den Sieg gab es vom Mitbewerber aus Altenoythe. Dort hatte der Heimatverein im August ebenfalls die Bewertungskommission zu Gast. Etwas enttäuscht zeigte sich Heinrich Rammler, Vorsitzender des Heimatvereins mit dem 11. Platz, den die Altenoyther errungen hatten. „Vielleicht ist die Präsentation nicht geglückt“, mutmaßt Rammler. Doch werde der Heimatverein weiter engagiert bleiben und auch in der nächsten Runde wieder am Wettbewerb teilnehmen. Rammler: „Unser Dorf erfüllt die Voraussetzungen, um auch eine bessere Platzierung zu erhalten.“ Unterm Strich sei Platz elf von 36 auch nicht das schlechteste Ergebnis, meint Rammler.

Auch aus Gehlenberg gibt es Anerkennung für den Sieg der Scharreler. Hans Meyer vom Heimatverein: „Sie haben verdient gewonnen und sind auch schon seit Jahren immer vorne mit dabei.“ „Hervorragend zufrieden“ ist Meyer auch mit dem vierten Platz für Gehlenberg. „Das ist unser bislang bestes Ergebnis. Immerhin sind wir in Friesoythe auf Platz eins und im Landkreis auf Platz vier.“ Die gezeigte Top-Leistung sei honoriert worden, so Meyer.