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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Schering mag bittere Pille nicht schlucken

14.03.2006

BERLIN BERLIN/DPA/AFP/WI - In der deutschen Pharmaindustrie deutet sich ein Übernahmekampf um Schering an. Die Führung des Berliner Konzerns sperrt sich offenbar gegen einen Aufkauf durch Merck (Darmstadt). „Es gibt keine Verhandlungen mit Merck“, sagte ein Schering Sprecher. Nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ will sich der Aufsichtsrat von Schering heute mit dem Merck-Angebot beschäftigen. Wichtig erscheint Börsenfachleuten, wie sich Großaktionär Allianz (Anteil: zwölf Prozent) verhalten wird.

Merck-Chef Michael Römer zeigte sich von dem Widerstand unbeeindruckt. Er betonte, ein „bedeutendes und globales Pharma- und Chemieunternehmen“ schmieden zu wollen. „Mit dem Zusammenschluss werden wir fähig sein, im harten globalen Wettbewerb mit anderen Pharmaunternehmen zu bestehen“, sagte Merck-Pharmachef Elmar Schnee.

Die Merck KGaA kündigte dazu gestern ein Angebot in Höhe von insgesamt 14,6 Milliarden Euro (bzw. 77 Euro je Aktie) an die Aktionäre der Schering AG an. Der Kurs der Schering-Aktie sprang gestern um gut 26 Prozent auf 84,59 Euro. Nach Berechnungen des Finanzdienstleisters Thomson Financial war die einzige noch größere Übernahme unter deutschen Unternehmen einst der Kauf der Dresdner Bank durch den Versicherungskonzern Allianz mit einem Volumen von mehr als 25 Milliarden Euro.

Die Merck-Führung betonte, allein schon der kombinierte Umsatz von 5,6 Milliarden Euro im Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten werde erhebliche Größenvorteile bringen. Mit 30 Projekten in der klinischen Entwicklung sei das Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt. Zudem gewinne Merck durch Schering ein komplettes Vertriebsnetz in den USA und Japan. Am Schering-Sitz in Berlin bangt man allerdings um Arbeitsplätze.

Bei Merck ruhen Hoffnungen u.a. auf dem Darmkrebsmedikament Erbitux. Weitere Schwerpunkte sind Herz- Kreislauf-Medikamente, Generika sowie Vitamin- und Erkältungspräparate. Schering ist vor allem als Hersteller von Anti-Baby-Pillen, Krebs- und Multiple-Sklerose-Mitteln bekannt. Merck bezeichnet sich selbst als ältestes Pharma-Unternehmen der Welt und erzielt mit 29 000 Mitarbeitern 5,87 Milliarden Euro Umsatz. Schering kommt mit 24 600 Mitarbeitern auf 5,3 Milliarden Euro Umsatz.

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