SCHIERBROK/DELMENHORST - Auf eine „insgesamt positive Geschäftsentwicklung“ im Jahr 2008 haben die Vorstände der Raiffeisen-Volksbank Delmenhorst-Schierbrok, Martin Versemann und Wolfgang Etrich, zurückgeblickt. Für das laufende Jahr sei, so Versemann auf der Vertreterversammlung bei Backenköhler in Stenum, „eine stabile, leicht über dem Vorjahr liegende Ertragslage“ das Ziel. Etrich kündigte für 2009 an, die Zahl der Kunden (derzeit rund 26 000) steigern zu wollen („Das müssen mehr werden“), außerdem eine Verbesserung interner Abläufe.

Die Bilanzsumme der Bank konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 5,4 Prozent auf 258,3 Millionen Euro gesteigert werden. Aus dem Jahresüberschuss von 428 801,55 Euro (plus 9,1 Prozent) wird den 11 636 Mitgliedern eine Dividende von fünf Prozent gezahlt. 100 000 Euro fließen in die gesetzliche Rücklage, 107 012,60 Euro in andere Ergebnisrücklagen. Leicht rückläufig ist die Zahl der Beschäftigten. Von 100 Mitarbeitern (minus zwei) sind neun Auszubildende.

Etrich zeichnete den Vertretern das Bild einer Bank, die „auf Gedeih und Verderb mit der Region verbunden ist“. Riskante Geschäfte und überhöhte Renditeerwartungen seien das Ding der Genossenschaftsbanken nicht. „Wir sind darauf angewiesen, dass die Wirtschaft in Delmenhorst und Ganderkesee funktioniert.“ Von der Verbundenheit zeuge auch das kulturelle und soziale Engagement der Bank.

Mit der Fertigstellung der Geschäftsstelle Heide werde, so Etrich, „ein Versprechen eingelöst“. Ab September werde „alles, was im Zahlungsverkehr anfällt, selbstbedient möglich sein“. Eine Mitarbeiterin werde zudem stundenweise vor Ort sein. Mit einer Sofaecke und zwei geschlossenen Beratungszimmern werde ein modernes Beratungskonzept erprobt.

Im Aufsichtsrat bestätigt wurden einstimmig Georg Schulte und Rolf Niemeyer.