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Garten Ex-Werftarbeiter sagt es durch die Blume

Felix Frerichs

SCHIERBROK - Die beste Art, seine Frau zu beeindrucken ist wohl, eine Pflanze nach ihr zu benennen.

Ursel Neuhaus aus Schierbrok wurde diese Ehre zuteil: Als Ehefrau eines Fuchsien-Liebhabers ist ihr Name die Bezeichnung einer neuen Fuchsien-Art. Ab 2011 wird die Fuchsie „Ursel Neuhaus“ zu kaufen sein.

Kleiner Wermutstropfen: Nicht ihr Mann, sondern ein befreundeter Züchter hat die Fuchsien-Art nach Ursel Neuhaus benannt. Fuchsien-Liebhaber Georg Neuhaus dürfte an der Entscheidungsfindung aber beteiligt gewesen sein. 160 verschiedene Sorten blühen im Sommer allein in seinem Garten.

Die

NWZ

  besuchte ihn bei seiner Arbeit: Gedankenverloren beschneidet er zu große Zweige. Georg Neuhaus ist ganz bei sich und seinen Pflanzen. Er steht in einem grün-weiß-gelben Pflanzenmeer. Hinter ihm blüht weiße Sternmagnolie, vor ihm eine Forsythie.

Der frühere Werftarbeiter entdeckt als Rentner bei sich eine ganz andere Seite. Davon zeugt nicht nur sein Garten, der sich auf 1000 Quadratmetern neben dem Einfamilienhaus in Schierbrok erstreckt.

Seitdem er im Ruhestand ist, hat der 74-Jährige das Areal zusammen mit seiner Frau Ursel komplett neu gestaltet und angelegt. „Als wir beide berufstätig waren, hatten wir keine Zeit für sowas. Da wuchsen hier nur Rasen und Tannen“, erinnert sich Ursel Neuhaus. Aus dem eintönigen Grün-in-Grün wuchs ein florales Kaleidoskop mitten in Schierbrok. Acht Rosen-Arten namens „Austin“ aus England wachsen hier. Zehn verschiedene Azaleen-Sorten blühen bald.


Und im Innern geht das Blütenmeer weiter: Das Wohnzimmer von Ursel und Georg Neuhaus kann sich mit dem Garten messen. Dort hängen Bilder, die Georg Neuhaus gemalt hat. Sie zeigen ausschließlich Blumen. Blauer Mohn aus Schottland und leuchtend rote Stockrosen aus der Provence. Wie kann es anders sein?

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