SCHIERBROK - Das Funkloch im Raum Schierbrok/Stenum soll möglichst schnell „gestopft“ werden: In zwei bis drei Wochen, so schätzt Peter Nieslony vom Bauordnungsamt des Landkreises, könne der Bauantrag für den im Nutzhorner Feld geplanten Mobilfunkmast genehmigt werden. Probleme sieht Nieslony nicht: „Das baurechtliche Genehmigungsverfahren ist schon recht weit.“ Von den Naturschutzverbänden habe es keine Einwände gegeben.

Und auch die nächsten Nachbarn des Antennenträgers scheinen mit dem jetzigen Standort einigermaßen leben zu können. Wie berichtet, hatte es zunächst starke Proteste gegen den 35 Meter hohen Betonmast gegeben. Bei einer Informationsveranstaltung im Sommer 2006 hatten Anwohner erhebliche Sorgen wegen möglicher Strahlungs-Immissionen geäußert. Die Deutsche Telekom bzw. deren für die Errichtung zuständiges Unternehmen Deutsche Funkturm hatte daraufhin verschiedene Standort-Alternativen vorgeschlagen.

Rund 200 Meter entfernt vom ursprünglich ausgewählten Standort an der Kamener Bäke soll der Turm jetzt errichtet werden. Der Abstand zu den nächsten Häusern am Winkelweg betrage gut 300 Meter, so Nieslony. Der Mast werde nun viel näher an der Bahnlinie Oldenburg-Bremen stehen – das kommt den Betreibern durchaus entgegen, denn abgesehen vom D1-Netz der Telekom soll der Mast auch im Funknetz der Deutschen Bahn eine Lücke schließen. Weitere Mobilfunkanbieter könnten folgen, sagt Peter Nieslony. Für jede neue Antenne müsse lediglich eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur vorgelegt werden.

Ob die Deutsche Funkturm noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen wird, ist unklar. „Wir warten die Genehmigung ab“, sagte eine Sprecherin der NWZ . Eine Realisierung des Projektes sei relativ kurzfristig möglich, hänge aber unter anderem von den Witterungsverhältnissen ab.

T-Mobile-Kunden im Raum Stenum/Schierbrok verlieren langsam die Geduld. NWZ -Leser Kay Sachse zum Beispiel mahnt die „überfällige Verbesserung der Mobilfunkversorgung“ an. Auch für den Orts- und Heimatverein Schierbrok Stenum dauert das Verfahren schon viel zu lange: „Hoffentlich wird das noch was in diesem Jahr“, wünscht Vorsitzender Hans-Jürgen Hespe.