SCHIERBROK - Ein Lkw-Verbot wird es im Trendelbuscher Weg – zumindest vorerst – nicht geben: Das sieht zumindest die Empfehlung der Gemeindeverwaltung für den Straßen- und Verkehrsausschuss vor, der am Mittwoch, 18. Mai, ab 18 Uhr im Rathaus öffentlich tagt. „Ausbauart und Zustand der Straße lassen ohne weiteres die Benutzung auch mit Schwerlastfahrzeugen zu.“

Wiederholt hatten Ratsmitglieder auf die Belastung der Straße mit großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen hingewiesen, die vor allem zur Erntezeit für die Anwohner nicht mehr hinnehmbar sei. Zuletzt hatte der parteilose Ratsherr Peter Schierloh im vergangenen September ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge ab einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen sowie für landwirtschaftliche Fahrzeuge beantragt.

Verbote dürfen nur dann angeordnet werden, wenn dies aufgrund besonderer Umstände zwingend geboten ist – beispielsweise durch Unfallhäufung oder schwierige Verkehrsabläufe, erläuterte die Verwaltung die Rechtslage. Im November 2010 sei eine Verkehrszählung im Trendelbuscher Weg durchgeführt worden, bei der die einzelnen Fahrzeugtypen gesondert erfasst worden sind. Das Ergebnis: Zwischen 15 und 17 Uhr, als der Straßenverkehr an vier Messpunkten unter die Lupe genommen wurde, sind 61 Lastwagen in Höhe des Ortseingangs sowie weitere 15 an der Sporthalle gezählt worden. Von den 76 Lkw haben lediglich vier den Trendelbuscher Weg für die reine Durchfahrt genutzt. Der weitaus überwiegende Teil der Fahrzeuge war demnach dem Ziel- oder Quellverkehr zuzurechnen. Besonderheiten in Sachen Lkw-Durchgangsverkehr seien nicht zu vermelden.

An zwei anderen Tagen ist die Verkehrszählung wiederholt worden. An der Messstelle Zu den Fuhren wurden durchschnittlich 3200 Fahrzeuge pro Tag gemessen, darunter 93 Lkw, an der Messstelle Im Rusch etwa 2700 Kfz, darunter 247 Lastzüge. „Auch aus diesen Ergebnissen lassen sich keine Anhaltspunkte für verkehrsbehördliche Maßnahmen ableiten“, heißt es im Resümee der Verwaltung.

Darüber hinaus ist die Unfallquote auf dem Trendelbuscher Weg erfreulich gering. Von Anfang 2008 bis Ende 2010 hat die Polizei lediglich sechs Unfälle registriert, davon zwei Karambolagen mit Tieren. In drei Fällen wurden parkende Fahrzeuge gerammt. Ein Unfall geschah beim Abbiegen. Ein Anlass für Verkehrsbeschränkungen gibt es also auch aus Sicht der Polizei nicht.


Die Verwaltung empfiehlt, Gespräche mit den infrage kommenden Landwirten zu führen, freiwillig einen Bogen um den Trendelbuscher Weg zu machen.