Remlingen - In den Gemeinden rund um das marode Atomlager Asse gab es zwischen 2010 und 2014 weniger Leukämiekranke als erwartet, dafür ist das Risiko an Schilddrüsenkrebs zu erkranken dort noch immer überdurchschnittlich hoch. Das geht aus einem Bericht des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN) hervor, das der Landkreis Wolfenbüttel angefordert hatte.
Demnach erkrankten in dem Zeitraum fünf Menschen neu an Leukämie, statistisch erwartet worden waren 8,5 Fälle. Schilddrüsenkrebs wurde bei neun Menschen diagnostiziert. Die Zahl lag deutlich über den erwarteten 3,8 Fällen. In einer älteren Statistik war für die Jahre 2002 bis 2009 eine Häufung sowohl von Leukämie als auch von Schilddrüsenkrebs festgestellt worden.
Zu den Ursachen für die erhöhte Rate von Schilddrüsenkrebs machte das EKN keine Aussagen.
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