SCHILLIG - Schlangestehen für Schollenfilet im Schlick: Das gibt es nur in Schillig. Groß war der Appetit, als die Gastronomie-Kooperation Die Seesterne am Donnerstag unter strahlend blauem Himmel wieder einmal mitten im Weltnaturerbe Wattenmeer ihre Pagodenzelte aufschlug, die mobile Küche aufbaute und für die Strandbesucher und Urlauber fangfrische Schollen briet.
Eine großartige Idee, schwärmten Jürgen und Hildburg Brinkmann aus Delmenhorst, die von Freunden aus Friesland in das Fischlokal zum Weltnaturerbe eingeladen wurden. Hier mitten im Watt, wo schon die Luft nach Meer schmeckt, schmeckt der Fisch gleich nochmal so gut, meint Urlauberin Ursula Czepanski aus Bochum.
Weit mehr als 1000 Portionen Schollenfilet mit Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße gingen vom späten Vormittag bis zum auflaufenden Wasser am Nachmittag über die Thekentische, sagt Mario Krar von den Seesternen. Unterstützt wurde die Erlebnsigastronomie im Wattenmeer vom Friesischen Brauhaus zu Jever und von der Wangerland-Touristik.
Bei ablaufenden Wasser am frühen Morgen hatten die Aufbauarbeiten für das nur für wenige Stunden geöffnete Fischrestaurant im Wattenmeer begonnen. Mit strandgängigen Fahrzeugen wurde die Ausrüstung herangeschafft. Dann heizten die Köche die Pfannen an und bereiteten barfuß im Schlick stehend den fangfrischen Nordsee-Fisch vor den Augen der Gäste zu.
Bis die Schollenfilets appetitlich auf dem Teller lagen und Kaltgetränke bereitstanden, war allerdings viel Geduld vonnöten: Denn Essensmarken, Getränke, Beilagen und Fisch gab es in vier verschiedenen Pagodenzelten also auch viermal Schlangestehen. Aber es geht ja schnell, sagt Dieter Kimpel aus Wilhelmshaven. Schließlich sei so eine Scholle ratzfatz durchgebraten.
