Man musste sich schon ordentlich die Augen reiben, als man diese Tage in der Zeitung las, dass unser Bürgermeister Ludger Möller ernsthafte Gespräche mit dem Investor einer Megahähnchenschlachterei führt, um diese in unserer Gemeinde anzusiedeln. Ein Projekt, das mit großer Mehrheit die Bürger in und um Ahlhorn abgelehnt haben. Dies taten jene Bürger nicht nur, um den Wohnwert ihrer Umgebung zu erhalten, sondern auch aus grundsätzlich ethischen Gründen. Diese Art industrieller Lebensmittelerzeugung darf in unserer Gesellschaft keinen Raum mehr haben.
Wer werden die Profiteure dieses Unterfangens sein? Der Investor Herr Kreienborg? Arbeitsplatzsuchende? Leiharbeiterfirmen? Vermieter von Werkarbeiterwohnungen? Grundstücksbesitzer? Unsere Gemeinde durch sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen? Was werden die Molberger Bürger davon haben?
Es ist müßig aufzuzählen, welche Umweltbelastungen durch solche Unternehmen auf die Gemeinde und unsere Umgebung zukommen. Schon jetzt ist im Oldenburger Münsterland die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gefährdet.
Täglich sollen 240 000 Hähnchen dem Betrieb per Lastkraftverkehr zugeführt werden. Unsere Gemeinde profitiert nicht nur durch Ansiedlung von Großschlachtereien um jeden Preis. Sie profitiert unter anderem auch durch eine noch gesunde Naturlandschaft, die jährlich Tausende Touristen von nah und fern anzieht. Das darf nicht gefährdet werden. Man kann nur an die Bürger von Molbergen, an die Ratsmitglieder, Handels- und Gewerbeverein sowie Heimatverein appellieren, alles zu unternehmen, dass dieser Betrieb nicht kommt. Er gehört nicht nach Ahlhorn, nicht nach Molbergen, nicht nach Garrel noch sonst wohin!
