Neuenfelde - Unter das Thema, das den Elsflether Landfrauen in den vergangenen Wochen unter den Nägeln brannte, wurde jetzt ein Schlussstrich gezogen: Die Landfrauen werden das Bürgerhaus Neuenfelde künftig nicht mehr nutzen und andere Versammlungsstätten beziehen. „Das am Wochenende geführte mündliche Gespräch mit dem Vorsitzenden des Bürgervereins, Frank Bollmann, brachte uns keine neuen Optionen“, berichtete die Landfrauenvorsitzende Ute Schmidt während der Versammlung am Dienstagabend. „Der Landfrauenvorstand hat beschlossen, das Bürgerhaus nach 32 Jahren schweren Herzens aufzugeben“, betonte sie.

Hintergrund des Zwists war Frank Bollmanns Mitteilung gewesen, dass die Landfrauen wegen des Mangels an Thekenpersonal, gestellt von den Teams des Bürgervereins, das Haus künftig nicht mehr nutzen dürften. Ute Schmidt machte aus ihrem Ärger keinen Hehl: „Bereits im vergangenen Jahr hatte es Versuche gegeben, uns heraus zu kicken, jetzt ist es geschafft. Es ist an der Zeit, nach vorne zu schauen und Nägel mit Köpfen zu machen.“ Zahlreiche Elsflether Vereine und Institutionen haben den Elsflether Landfrauen Angebote unterbreitet, ihre Räumlichkeiten zu nutzen. So das Haus Sandvoß an der Hafenstraße, und das Moorriemer Landcafé bietet sich für die Tage an, an denen nicht für Gäste geöffnet ist. Spontan gemeldet hat sich der Bürgerverein Sandfeld, zur Verfügung steht auch der Raum im Obergeschoss der Stadthalle, es meldete sich das Restaurant „Panorama“ und die Martime-Reederei bietet den Landfrauen einen Konferenzraum im ehemaligen Bahnhof an.

Ute Schmidt: „Es wird darauf hinauslaufen, dass wir uns nicht mehr auf ein Domizil festlegen, sondern die Runde machen. Die Kosten werden demnächst noch abgeklärt.“