Eines muss man Gerd von Seggern bescheinigen: Mut. Denn mit seiner Ausstellung zum 70. Jahrestag des „D-Day“ bewegt er sich auf einem schmalen Grat. Schnell kann so ein Thema abgleiten in Mythenbildung, schnell könnten Demagogen ein undifferenziertes und falsches Bild von Gut und Böse, von Opfer und Täter zeichnen. Da ist es sicher gut, dass von Seggern von Anfang an mit Polizei und Staatsschutz zusammenarbeitete.
Natürlich haben Kritiker Recht: Der 6. Juni 1944 ist lange her, die Normandie ist weit weg. Aber: Wer den Frieden bewahren will, für den gibt es nun einmal mehrere Wege. Einer ist, über das Gegenteil, also über den Krieg, zu informieren.
